Transferpoker um Simon Pytlick: Flensburg und Berlin streiten um Millionen-Ablöse
Lina FuchsTransferpoker um Simon Pytlick: Flensburg und Berlin streiten um Millionen-Ablöse
Der dänische Rückraumstar Simon Pytlick steht im Mittelpunkt eines Transferstreits zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Füchsen Berlin. Der 26-Jährige, dessen Vertrag noch bis 2027 läuft, könnte bereits im kommenden Sommer den Verein wechseln. Doch die Gespräche sind ins Stocken geraten, nachdem ein angeblich siebenstelliger Ablösesumme im Raum stand – beide Seiten weisen die Spekulationen als unrealistisch zurück.
Pytlick wechselte 2025 nach Flensburg und hat sich seitdem zu einem Schlüsselspieler in der Bundesliga entwickelt. Nun drängen er und die Füchse Berlin auf einen vorzeitigen Abschied – ein Jahr vor seinem ursprünglich für 2027 geplanten Wechsel. In einem aktuellen Interview mit dem dänischen Sender TV2 begründete er dies mit einem Vertrauensverlust in die Führungsetage Flensburgs.
Die Füchse Berlin legten ein beträchtliches Angebot vor, doch Vereinspräsident Bob Hanning betont, man werde nicht "für eine einzige Saison überbezahlen". Auch Flensburgs Sportdirektor Ljubomir Vranjes bezeichnete die kolportierte Ablösesumme von über einer Million Euro als "völlig überzogen". Trotz der Pattsituation finden derzeit keine offiziellen Verhandlungen statt.
Flensburg kündigte an, das Gespräch direkt mit Pytlick suchen zu wollen, um die Lage zu klären. Unterdessen äußerte sich sein Nationalmannschaftskollege und künftiger Teamgefährte bei den Füchsen, Mathias Gidsel, öffentlich solidarisierend: Die Situation sei "von außen betrachtet schwierig", so Gidsel.
Der Transfer bleibt ungewiss – beide Vereine lehnen die genannte Summe ab. Pytlicks Zukunft hängt davon ab, ob eine Einigung für einen vorzeitigen Wechsel gelingt. Vorerst bleibt er in Flensburg, doch von einer Entspannung des Konflikts ist nichts zu spüren.






