Tesa SE setzt auf Wasserstoff: Klimaneutrale Produktion bis 2030 geplant
Henry SeidelTesa SE setzt auf Wasserstoff: Klimaneutrale Produktion bis 2030 geplant
Tesa SE, der Klebebandhersteller, steuert bis 2030 auf eine klimaneutrale Produktion zu. Das Unternehmen hat von Hamburg eine Förderung in Höhe von 950.000 Euro erhalten, um Teile seiner Produktion auf Wasserstoffenergie umzustellen. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Initiative, die Industrie der Stadt bis 2027 an ein neues Wasserstoffnetz anzubinden.
Das Hamburger Wasserstoffnetz HH-WIN wird Tesa SE in den nächsten drei Jahren mit einer saubereren Energieversorgung verbinden. Bereits wurden rund 18 Kilometer der Pipeline verlegt, das vollständige 40-Kilometer-Netz soll 2027 in Betrieb gehen. Bis 2032 ist eine Erweiterung auf 60 Kilometer geplant, um wichtige Industriestandorte in der gesamten Stadt anzuschließen.
Das Projekt ist an das nationale deutsche Wasserstoff-Kernnetz gekoppelt und stellt sicher, dass Hamburgs Energiezentren mit Süddeutschland verbunden bleiben. Am Standort des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg beginnt im Dezember 2025 der Bau eines großen Elektrolyseurs. Sobald dieser in Betrieb ist, wird er grünen Wasserstoff produzieren, der über HH-WIN verteilt wird.
Die Förderung für Tesa SE stammt aus Hamburgs Programm Unternehmen für Ressourcenschutz (UfR), das Unternehmen mit Zuschüssen von bis zu einer Million Euro bei nachhaltigen Modernisierungen unterstützt. Die Hamburger Energienetze GmbH wird den benötigten Wasserstoff für die umgerüsteten Anlagen von Tesa liefern. Unternehmenschef Dr. Kourosh Bahrami bezeichnete den Wandel als sowohl eine ökologische Verpflichtung als auch eine strategische Weichenstellung, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen.
Die Umstellung auf Wasserstoff ist Teil von Tesas "we do"-Nachhaltigkeitsstrategie, mit der bis 2030 eine klimaneutrale Produktion erreicht werden soll. Die Anbindung an HH-WIN verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und sichert gleichzeitig eine stabile Energieversorgung. Sobald das Netz voll funktionsfähig ist, wird es ein zentraler Baustein der grünen Industrieinfrastruktur Hamburgs sein.






