24 June 2026, 16:00

Tankrabatt endet am 30. Juni – doch die Entlastung bleibt umstritten

Ministerium für Energie in Sachsen-Anhalt kritisiert Lebenshaltungskosten und fordert Entlastung vom Bund

Tankrabatt endet am 30. Juni – doch die Entlastung bleibt umstritten

Geopolitische Spannungen zwischen dem Iran und den USA haben in den letzten Monaten die Spritpreise in Schwankung gehalten. Als Reaktion darauf senkte die deutsche Bundesregierung die Kraftstoffsteuern im Mai und Juni vorübergehend um 17 Cent pro Liter. Die Maßnahme, bekannt als Tankrabatt, sollte Autofahrer:innen angesichts steigender Kosten entlasten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die temporäre Ermäßigung endet wie geplant am 30. Juni. Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann begründete die Entscheidung mit einem spürbaren Rückgang der Spritpreise. Eine Verlängerung stehe nicht zur Debatte, betonte er.

Aktuell liegen die Preise in Sachsen-Anhalt bei durchschnittlich 1,80 Euro pro Liter für Benzin und 1,70 Euro für Diesel. Willingmann kritisierte zudem die Bundesregierung dafür, im Zuge der Krise keine schärferen Sondersteuern auf Übergewinne großer Ölkonzerne eingeführt zu haben.

Über den Kraftstoffsektor hinaus forderte der Minister sofortige Maßnahmen, um einkommensschwache Haushalte zu unterstützen. Er sprach sich für eine Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel aus, um die Lebenshaltungskosten zu drücken. Unabhängig davon hat die Bundesregierung Steuerreformen angekündigt, die ab dem 1. Januar 2027 die Belastung für Gering- und Mittelverdiener:innen verringern sollen.

Der Tankrabatt läuft Ende Juni aus, eine Verlängerung ist nicht vorgesehen. Zwar sind die Spritpreise gesunken, doch die wirtschaftlichen Belastungen bleiben bestehen. Mit den geplanten Steuerentlastungen und möglichen Mehrwertsteuer-Senkungen will die Regierung sowohl kurz- als auch langfristig betroffenen Haushalten helfen.

Quelle