Streit um Platzsperrung: MTV Wolfenbüttel und Stadtverwaltung im Clinch
Henry SeidelStreit um Platzsperrung: MTV Wolfenbüttel und Stadtverwaltung im Clinch
Zwischen dem MTV Wolfenbüttel und der Stadtverwaltung ist ein Streit über die Schließung des Hauptplatzes im Meesche-Sportpark entbrannt. Der Verein wirft der Stadt vor, durch die Maßnahme die Vorbereitungen auf die neue Saison durcheinandergebracht zu haben, während die Verwaltung jede Schuld von sich weist.
Laut Stadtverwaltung hatte diese bereits im Mai alle Sportvereine um die Nennung ihrer wichtigsten Termine gebeten. Der MTV Wolfenbüttel habe jedoch keine konkreten Angaben zu seinem Saisonplan gemacht. Daher seien die Sanierungsarbeiten für den 8. Juni angesetzt worden, da die Spielstätte nach intensiver Nutzung eine vorgeschriebene Ruhephase von vier bis fünf Wochen benötige.
Die Spieler des MTV Wolfenbüttel werfen der Verwaltung vor, den Platz überraschend für mehrere Wochen gesperrt zu haben. Dadurch musste der Verein Freundschaftsspiele absagen, darunter ein Spiel gegen den HSC Hannover. Die erste Mannschaft trainiert nun in Adersheim.
Die Stadt betont, dass dem MTV Wolfenbüttel weiterhin alternative Plätze im Meesche-Park und an der Halberstädter Straße zur Verfügung stünden. Zudem habe der Verein die Details zu seinen Freundschaftsspielen erst nach Beginn der Sanierungsarbeiten endgültig festgehalten und mitgeteilt.
Die Schließung hat die Vorbereitungen des MTV Wolfenbüttel auf die anstehende Landesliga-Saison beeinträchtigt. Der Verein war erst kürzlich aus der Oberliga abgestiegen. Die Stadt beharrt darauf, korrekt vorgegangen zu sein und dem Verein alternative Trainingsmöglichkeiten angeboten zu haben.
