SPD-Spitzenpolitikerin lehnt Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ab
Moritz HartmannSPD-Spitzenpolitikerin lehnt Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ab
Eine führende Vertreterin der SPD hat Vorschläge für eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD scharf verurteilt. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei, bezeichnete die Idee als inakzeptabel und forderte entschlossenere Maßnahmen gegen die Gruppe. Ihre Äußerungen erfolgten, nachdem ein ehemaliger SPD-Vorsitzender eine Kooperation mit der AfD in Minderheitsregierungen ins Spiel gebracht hatte.
Der Streit entzündete sich, als Torsten Albig, ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, SPD-Mitglieder aufforderte, die Bildung von Minderheitsregierungen in Erwägung zu ziehen. Diese wären auf die Duldung der AfD im Parlament angewiesen, um Gesetze zu verabschieden. Midyatlı lehnte jede Form der Zusammenarbeit mit der Partei kategorisch ab.
Sie bezeichnete die AfD als „unmenschlich und demokratiefeindlich“. In einer klaren Stellungnahme betonte sie, die SPD werde der Gruppe stets entgegentreten. Zudem forderte Midyatlı eine dringende Prüfung, ob die AfD mit dem Grundgesetz vereinbar sei.
Geht es nach ihr, sollte die Partei sogar verboten werden. Ihre Haltung spiegelt die tiefen Gräben innerhalb der SPD wider, wenn es um den Umgang mit dem Aufstieg der rechtsextremen Politik im Land geht.
Die Auseinandersetzung unterstreicht die wachsenden Spannungen um die Rolle der AfD in der deutschen Politik. Midyatlıs Forderung nach einem Verbot und einer verfassungsrechtlichen Überprüfung markiert eine harte Linie gegen jede Kooperation. Nun steht die SPD vor einer internen Debatte über ihre Strategie im Umgang mit der rechtspopulistischen Partei.






