Spahn fordert Klingbeil zu gemeinsamer Einkommensteuerreform auf – doch die Hürden sind groß
Moritz HartmannSpahn fordert Klingbeil zu gemeinsamer Einkommensteuerreform auf – doch die Hürden sind groß
Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zu einer gemeinsamen Zusammenarbeit bei der Einkommensteuerreform aufgefordert. Er warnte davor, dass die SPD einen einseitigen Plan vorlege, und plädierte stattdessen für einen gemeinsamen Vorschlag. Beide Seiten verfolgen das Ziel, die Steuerlast für Gering- und Mittelverdiener zu verringern.
Spahn betonte, dass eine Reform verhindern müsse, dass Überstundenvergütungen zu schnell höher besteuert werden. Gleichzeitig lehnte er es ab, die Belastung einfach auf eine kleine Gruppe abzuwälzen, um der Mehrheit zugutekommen – dies führe seiner Meinung nach zu übermäßig hohen Steuersätzen.
Um die Entlastungen zu finanzieren, schlug er vor, über das Steuersystem hinauszublicken. Allerdings räumte er ein, dass Kürzungen bei Subventionen wahrscheinlich breite, flächendeckende Streichungen erfordern würden, statt gezielter Anpassungen.
Beim Tankrabatt zeigte sich Spahn skeptisch gegenüber einer Verlängerung. Die finanziellen Rücklagen der Regierung für solche Maßnahmen seien aufgebraucht, erklärte er und fügte hinzu: „Die Bazooka ist leer.“ Eine Entscheidung über die Zukunft des Rabatts wird bis Mitte Juni erwartet.
Sein Ziel ist es, öffentliche Streitigkeiten zu vermeiden, indem ein gemeinsamer Plan mit der SPD vorgelegt wird.
Nun steht die CDU/CSU gemeinsam mit der SPD vor der Aufgabe, einen gemeinsamen Reformvorschlag auszuarbeiten. Bei Erfolg würden die Änderungen darauf abzielen, die Steuerbelastung für Gering- und Mittelverdiener zu senken. Das Ergebnis hängt davon ab, ob sich beide Parteien auf Finanzierung und Umsetzung einigen können.






