Sonntagstrend: Union und AfD bleiben gleichauf – wer regiert Deutschland?
Lina FuchsSonntagstrend: Union verliert leicht und liegt wieder gleichauf mit der AfD - Sonntagstrend: Union und AfD bleiben gleichauf – wer regiert Deutschland?
Im neuesten Sonntagstrend-Umfrage zeigt sich im politischen Kräftespiel Deutschlands kaum Bewegung. Die konservative Unionsparteien und die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) liegen unverändert bei jeweils 25 Prozent. Die kleineren Parteien halten ihre Werte oder verzeichnen leichte Verschiebungen in der Wählergunst.
Die Umfrage offenbart ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Spitzenreitern. Die Union verlor im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt, während die AfD ihre Unterstützung halten konnte. Dies bestätigt einen längerfristigen Trend der vergangenen zwei Jahre, in dem die AfD vor allem bei wirtschaftlich unzufriedenen und formal niedriger gebildeten Wählern stabile Zustimmung erfährt.
Die Sozialdemokraten (SPD) bleiben bei 15 Prozent – unverändert gegenüber früheren Erhebungen. Die Grünen konnten hingegen leicht zulegen und klettern um einen Punkt auf 12 Prozent. Die Linke hält sich stabil bei 11 Prozent.
Am unteren Ende der Skala liegen sowohl das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) als auch die wirtschaftsliberalen Freien Demokraten (FDP) bei jeweils 3 Prozent. Politikanalysten sehen in einer sogenannten "Kenia-Koalition" aus Union, SPD und Grünen die realistischste Regierungsoption – gemeinsam kämen sie auf 52 Prozent der Stimmen.
Aktuelle Landtagswahlergebnisse, etwa die Prognosen für Baden-Württemberg 2026, zeigen, dass die AfD dort unter ihrem Bundesschnitt bleibt. Dennoch stufte CDU-Chef Hagel die Partei im Dezember 2025 als Hauptkonkurrenten ein und verwies auf weitverbreitete Unzufriedenheit mit der Regierung. Während wirtschaftliche Sorgen die AfD stützen, neigen zufriedenere Wähler eher zu CDU oder Grünen.
Die Umfrage unterstreicht eine zersplitterte politische Landschaft ohne klare dominierende Kraft. Eine mögliche Kenia-Koalition gilt weiterhin als vielversprechendster Weg zu einer stabilen Regierung. Derzeit spiegeln die Wählerpräferenzen anhaltende wirtschaftliche Bedenken und Unmut über die aktuelle Führung wider.