Siemens plant radikale Umstrukturierung – Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure vor dem Aus
Henry SeidelSiemens plant radikale Umstrukturierung – Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure vor dem Aus
Bei Siemens könnte im Rahmen der langjährigen Strategie "One Tech Company" eine tiefgreifende interne Umstrukturierung bevorstehen. Wie Berichte nahelegen, plant der Konzern die Auflösung der Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure. Der Schritt folgt auf eine Ankündigung von Vorstandschef Roland Busch vor eineinhalb Jahren.
Ziel der geplanten Neuordnung ist es, interne Hürden abzubauen und Fachwissen im gesamten Unternehmen zu bündeln. Sollte der Plan umgesetzt werden, würden die Bereiche Digital Industries und Smart Infrastructure nicht mehr als eigenständige Divisionen fortbestehen. Stattdessen würden ihre Geschäftssegmente direkt der Konzernführung unterstellt.
Die derzeitigen Verantwortungsbereiche der Manager Matthias Rebellius und Cedrik Neike könnten neu verteilt werden, wobei noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen sind. Betroffen wären auch Prozesse in Vertrieb, Einkauf und Entwicklung. Siemens hat sich zu den Details nicht geäußert und eine Stellungnahme zum Bericht der "Handelsblatt" abgelehnt.
Aktuell sind keine Stellenstreichungen geplant. Weltweit beschäftigte das Unternehmen im September 2025 rund 318.000 Mitarbeiter. Allein am Standort Amberg arbeiten in den beiden Sparten zusammen etwa 4.500 Beschäftigte, davon rund 2.400 bei Smart Infrastructure.
Die mögliche Umstrukturierung passt zu Siemens' Bestrebungen, die Abläufe im Rahmen des "One Tech Company"-Ansatzes effizienter zu gestalten. Zwar gibt es noch keine offizielle Bestätigung, doch die Änderungen könnten die Arbeitsweise zentraler Unternehmensbereiche grundlegend verändern. Aktualisierte Zahlen zur Gesamtbelegschaft in den betroffenen Bereichen stehen noch aus.






