"Scientology-Speedrun"-Trend löst weltweite Proteste und Polizeieinsätze aus
Emma Krüger"Scientology-Speedrun"-Trend löst weltweite Proteste und Polizeieinsätze aus
„Scientology-Speedrun“-Trend führt zu Protesten und Einbrüchen in Zentren weltweit
Ein TikTok-Trend mit dem Namen Scientology-Speedrun hat zu Protesten und widerrechtlichen Eindringlingen in Scientology-Zentren auf der ganzen Welt geführt. In Berlin stürmte eine Gruppe junger Menschen eine Einrichtung in Charlottenburg und zog damit die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich. Bei der „Challenge“ geht es darum, so weit wie möglich in die Gebäude der Organisation vorzudringen, bevor man gestoppt wird.
Der Vorfall in Charlottenburg begann, nachdem die in Berlin ansässige Bloggerin @larahertha einen solchen Speedrun in der örtlichen Scientology-Kirche organisiert hatte. Die Polizei griff ein und drohte mit Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs. Trotzdem diskutieren Nutzer in den Kommentaren der Bloggerin bereits über das nächste Ziel: den Deutschen Bundestag.
Scientology steht seit Langem in der Kritik, unter anderem wegen Vorwürfen der Manipulation, finanziellen Ausbeutung und autoritärer Strukturen. Offiziell gibt die Organisation an, ihre Lehren verbreiten und sogenannte Clears erschaffen zu wollen – Menschen, die ihrer Aussage nach geistig „vollendet“ seien. Als Reaktion auf den Trend haben US-Zentren ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft.
In Deutschland zählt Scientology derzeit etwa 3.600 Mitglieder. Doch der Speedrun-Trend hat die Organisation erneut in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und wirft Fragen zu ihren Praktiken und ihrem Image auf.
Der Vorfall in Berlin zeigt, wie der Widerstand gegen Scientology durch Online-Aktivismus wächst. Die Behörden warnen vor weiteren illegalen Eindringlingen, während die verschärften Sicherheitsmaßnahmen der Organisation auf Sorge vor einer Zuspitzung der Proteste hindeuten. Der Trend zeigt bisher keine Anzeichen einer Beruhigung – im Gegenteil: Neue Ziele werden bereits diskutiert.






