15 April 2026, 00:08

Schulgewalt in Deutschland: AfD fordert härteres Vorgehen gegen religiöses Mobbing und Angriffe

Schüler in Berlin marschieren mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild vor einem Hintergrund aus Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Schulgewalt in Deutschland: AfD fordert härteres Vorgehen gegen religiöses Mobbing und Angriffe

Eine aktuelle Debatte im Bundestag hat die zunehmende Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen in den Fokus gerückt. Die AfD brachte das Thema auf die Tagesordnung und forderte eine strengere Erfassung von Vorfällen sowie Maßnahmen gegen religiös motivierte Angriffe. Gleichzeitig zeigen Polizeiberichte einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Zwischenfälle in allen Bundesländern.

Die AfD drängte auf entschlossenes Handeln und präsentierte Fälle von Messerangriffen, Bedrohungen und religiöser Nötigung an Schulen. Ihre Anträge verlangten eine systematischere Dokumentation von Schulgewalt sowie gezielte Schritte gegen Mobbing mit religiösem Hintergrund. Die Vorschläge wurden anschließend zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Vertreter von Union, Grünen und Linken erkannten zwar das Problem an, warfen der AfD jedoch vor, die Ursachen zu vereinfachen. Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, bestätigte den Anstieg von Gewalt und Mobbing. Sie führte mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten bei Schülerinnen und Schülern als zentralen Faktor an und wies jeden Zusammenhang mit Migration zurück.

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Beatrix von Storch, stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende, warf Esken vor, die Schwere der Schulgewalt herunterzuspielen. Sie bestand darauf, dass Migration eine bedeutende Rolle in der Problematik spiele. Esken wies diese Behauptung jedoch entschieden zurück und betonte: "Migration ist nicht das Problem an unseren Schulen." Zudem zeigen aktuelle Daten, dass fast jedes fünfte Kind in Deutschland bereits Cybermobbing erlebt hat.

Die Debatte hat tiefe Gräben bei der Ursachenforschung von Schulgewalt offenbart. Während die AfD das Problem mit Migration verknüpft, sehen andere Parteien die Wurzeln in weiteren sozialen und bildungspolitischen Faktoren. Die Anträge werden nun in den Ausschüssen beraten – wie es weitergeht, bleibt vorerst ungewiss.

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