09 May 2026, 20:01

Pflegeversicherung steht vor drastischen Reformen: Besserverdiener sollen mehr zahlen

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland, mit sichtbaren Wasserzeichen unten.

Pflegeversicherung steht vor drastischen Reformen: Besserverdiener sollen mehr zahlen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Pläne angekündigt, die Beiträge zur Pflegeversicherung zu erhöhen. Damit soll die finanzielle Belastung stärker auf Besserverdiener verlagert werden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden Defizits und steigender Kosten im System.

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Die soziale Pflegeversicherung kämpft seit Jahren mit einer Schieflage, bei der die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Aktuelle Prognosen zeigen ein Fehlbetrag von über 22 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren. Warken kritisierte frühere Regierungen, die Leistungen ausgeweitet hätten, ohne eine stabile Finanzierung zu sichern, und bezeichnete den Zustand des Systems als „katastrophal“.

Derzeit gilt eine Beitragsbemessungsgrenze bei einem Bruttomonatsgehalt von 5.812 Euro. Die Ministerin schloss eine Reduzierung der fünf Pflegegrade aus, die im Rahmen früherer Reformen eingeführt worden waren. Stattdessen will sie höhere Einkommen stärker heranziehen, um den finanziellen Druck zu verringern.

Bis Mitte Mai wird Warken detaillierte Reformvorschläge und Sparmaßnahmen vorlegen. Ziel ist es, weitere Beitragserhöhungen zu vermeiden und gleichzeitig die wachsende Instabilität des Systems zu bekämpfen.

Die geplanten Änderungen würden eine Neuausrichtung der Finanzierung der Pflegeversicherung bedeuten. Besserverdiener müssten mehr zahlen, doch das bestehende Fünf-Stufen-System der Pflegebedürftigkeit bleibt erhalten. Die Reformen zielen darauf ab, die Finanzen zu stabilisieren, ohne die aktuellen Pflegeleistungen zu kürzen.

Quelle