OMR Festival 2026 bricht alle Rekorde mit 70.000 Besuchern und globalen KI-Debatten
Henry SeidelOMR Festival 2026 bricht alle Rekorde mit 70.000 Besuchern und globalen KI-Debatten
OMR Festival 2026 in Hamburg: Größte und internationalste Ausgabe aller Zeiten
Das OMR Festival 2026 in Hamburg ist mit Rekordzahlen zu Ende gegangen – als größte und internationalste Veranstaltung seiner 15-jährigen Geschichte. Über 70.000 Besucher kamen zusammen, um über Künstliche Intelligenz (KI), digitale Verantwortung und die technologische Zukunft Europas zu diskutieren. Mit 800 Rednern aus 40 Ländern setzte das Festival neue Maßstäbe.
Im Mittelpunkt stand diesmal die Rolle der KI für Europas digitale Souveränität. Vizekanzler Lars Klingbeil betonte, der Kontinent müsse seine KI-Entwicklung selbst in die Hand nehmen, statt ausländischen Trends zu folgen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger bezeichnete KI als Chance für die industrielle Renaissance Deutschlands.
Ein zentrales Thema war die Bedeutung von Daten für die digitale Eigenständigkeit. Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits, argumentierte, dass die Kontrolle über Daten Europas digitale Autonomie bestimmen werde. Gleichzeitig rückte die Kehrseite der KI in den Fokus: Meredith Whittaker, Präsidentin der Signal Foundation, warnte vor ungewollten Schäden durch den rasanten technologischen Fortschritt.
Kritik gab es auch an den großen Tech-Plattformen. Josephine Ballon, Geschäftsführerin von HateAid, warf Unternehmen vor, mit Deepfake-Inhalten Profite zu machen, ohne Verantwortung zu übernehmen. Nick Turley, Leiter von ChatGPT bei OpenAI, skizzierte eine Zukunft, in der KI von reaktiven Werkzeugen zu proaktiven Partnern im Alltag wird.
Jenseits der Technologie-Debatten kamen überraschende Impulse aus dem Sport: Der siebenfache Super-Bowl-Champion Tom Brady sprach über die Bedeutung von echter Fürsorge in der Teamführung.
Mit 70.000 Besuchern verzeichnete das Festival einen neuen globalen Teilnehmerrekord. Die Diskussionen zeigten sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen der KI – von industriellem Wachstum bis zu ethischen Bedenken. Europas Streben nach digitaler Souveränität und verantwortungsvoller Innovation geht nun vom Diskurs in die Umsetzung über.






