15 March 2026, 20:02

Ökonom warnt vor Deutschlands Abstieg in die "DDR 2.0" – zu viel Staat, zu wenig Eigenverantwortung

Ein detaillierter alter Stadtplan von Weimar, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit Texten, die zusätzliche Stadtinformationen bereitstellen.

Ökonom warnt vor Deutschlands Abstieg in die "DDR 2.0" – zu viel Staat, zu wenig Eigenverantwortung

Der Ökonom Thomas Müller hat drastische Warnungen zur wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Deutschlands ausgesprochen. In jüngsten Stellungnahmen kritisierte er die Abhängigkeit der Regierung von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und warf den Bürgern vor, sich ihrer persönlichen Verantwortung zu entziehen.

Müller bezeichnete Deutschland als eine "Nation der Egoisten" und behauptete, zu viele Menschen verließen sich mittlerweile auf staatliche Absicherungen. Diese Haltung berge die Gefahr, das Land in Richtung eines allumfassenden Sozialstaats zu treiben – ein Szenario, das er mit der ehemaligen DDR vergleicht und als "DDR 2.0" bezeichnet.

Der Wirtschaftswissenschaftler richtete seine Kritik auch gegen die gängige Praxis der Regierung, Aufgaben an NGOs auszulagern. Stattdessen schlug er vor, Organisationen wie die Deutsche Umwelthilfe oder den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) direkt in die zuständigen Ministerien zu integrieren. Seine Bedenken erstrecken sich zudem auf die allgemeine Wirtschaftsentwicklung: Obwohl das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands seit 1990 um 213 Prozent gewachsen ist, durchlitt das Land 2023 und 2024 zwei aufeinanderfolgende Rezessionen. Erst 2025 setzte eine Erholung ein.

Müller warnte, ohne grundlegende Reformen könnte sich der Niedergang Deutschlands weiter verschärfen. Als Hauptgrund für die aktuellen Probleme nannte er eine politische Überforderung – die Führungselite versage bei der Bewältigung tief verwurzelter Strukturschwächen.

Müllers Äußerungen spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik Deutschlands wider. Seine Forderungen nach Reformen zielen sowohl auf mehr Effizienz in der Regierung als auch auf eine stärkere Eigenverantwortung der Bürger ab. Ob seine Mahnungen Gehör finden, bleibt abzuwarten.

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