NRW-Polizei jagt jetzt gezielt PS-Influencer und illegale Straßenrennen
Lina FuchsTuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt jetzt gezielt PS-Influencer und illegale Straßenrennen
Polizei in Nordrhein-Westfalen geht härter gegen illegale Straßenrennen und gefährliche Autostunts vor
Die Behörden im bevölkerungsreichsten Bundesland verschärfen das Vorgehen gegen illegale Autorennen und riskante Fahrmanöver, die vor allem von Social-Media-Influencern organisiert und gefilmt werden. Bei diesen unkontrollierten Treffen komme es häufig zu rücksichtslosem Verhalten und erheblichen Gefahren für die öffentliche Sicherheit, warnen die Ermittler.
Kern der neuen Strategie ist die gezielte Überwachung von Online-Kanälen, über die Influencer ihre Treffen ankündigen. Durch die Auswertung dieser Posts wollen die Beamten Teilnehmer bereits auf dem Weg zu den Veranstaltungen abfangen. Wird ein nicht genehmigtes Treffen gemeldet, setzen die Einsatzkräfte Hubschrauber oder Drohnen ein, um Beweismaterial zu sichern.
Im Rahmen des Konzepts können die Behörden formelle Verwarnungen aussprechen oder Influencer nach dem Ordnungsrecht sogar von bestimmten Gebieten ausschließen. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) und das Landeskriminalamt (LKA) werden die Szene kontinuierlich analysieren, um Trends frühzeitig zu erkennen. Zudem arbeiten die nordrhein-westfälischen Behörden eng mit den Polizeibehörden in Belgien und den Niederlanden zusammen, um zu verhindern, dass Veranstalter durch Grenzübertritte der Verfolgung entgehen.
Hintergrund der Maßnahmen ist die anhaltende Aktivität sogenannter "PS-Influencer", die weiterhin Videos von Rasereien und spektakulären Fahrmanövern verbreiten – oft mit Hunderten von Zuschauern. Solche Treffen enden regelmäßig in gefährlichem Fahrverhalten, das sowohl Teilnehmer als auch Unbeteiligte gefährdet.
Der Fokus der Polizeiaktion liegt auf präventiven Maßnahmen und grenzüberschreitender Abstimmung, um illegale Treffen bereits im Vorfeld zu unterbinden. Durch die gezielte Überwachung digitaler Aktivitäten und verschärfte Sanktionen soll das Risiko dieser Veranstaltungen eingedämmt werden. Zwar wurden in den vergangenen Jahren keine Influencer öffentlich namentlich genannt oder verwarnt, doch die neue Linie signalisiert eine deutlich strengere Gangart bei der Strafverfolgung.