Niedersachsen will 8. März als gesetzlichen Feiertag einführen – doch die Hürden sind hoch
Moritz HartmannNiedersachsen will 8. März als gesetzlichen Feiertag einführen – doch die Hürden sind hoch
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, um den 8. März zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen. Der Vorschlag sieht vor, den Internationalen Frauentag als offiziellen arbeitsfreien Tag einzuführen. Derzeit hat das Bundesland mit nur zehn anerkannten Feiertagen pro Jahr die wenigsten in ganz Deutschland.
Die Initiative startete mit einer Petition, die schnell mehr als 5.000 Unterschriften sammelte. Hinter der Aktion steht ein Bündnis, zu dem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Gewerkschaft Verdi und der Landesfrauenrat gehören. Der Petitionsausschuss brachte das Anliegen anschließend ins Parlament ein, woraufhin das Innenministerium die Idee prüfte.
Das Ministerium führte seitdem Gespräche mit den Unterstützern der Initiative sowie mit Verbänden und Gewerkschaften. Die Befürworter argumentieren, dass die Einführung des 8. März als Feiertag regelmäßig Aufmerksamkeit für Themen wie Gleichberechtigung, politische Teilhabe und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schaffen würde. Damit der Vorschlag vorankommt, müsste eine Fraktion einen offiziellen Antrag einreichen.
Die Kampagnenverantwortlichen haben versichert, weiter für ihr Anliegen zu kämpfen. Sie planen, an der nächsten Plenarsitzung am Mittwoch teilzunehmen, um Druck auf die Abgeordneten auszuüben. Sollte der Feiertag genehmigt werden, würde er die bisherige Zahl von zehn Feiertagen in Niedersachsen erhöhen. Die weiteren Schritte hängen nun von der parlamentarischen Behandlung ab. Die Prüfung durch das Innenministerium und die laufenden Diskussionen werden über die Zukunft des Vorhabens entscheiden.
