16 March 2026, 08:03

Neue MsbG-Novelle beschleunigt Rollout intelligenter Stromzähler bis 2026

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Neue MsbG-Novelle beschleunigt Rollout intelligenter Stromzähler bis 2026

Deutschland beschleunigt die Einführung intelligenter Zähler mit einer zweiten Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG). Die Änderungen sollen voraussichtlich Ende 2025 in Kraft treten.

Das überarbeitete Gesetz zielt darauf ab, die Digitalisierung im Energiemanagement voranzutreiben. Eine zentrale Neuerung ermöglicht es den standardmäßigen Messstellenbetreibern, sich zu Kooperationsverbünden zusammenzuschließen, um so die vorgeschriebenen Einbauquoten für intelligente Zähler besser zu erfüllen. Zwar ist noch unklar, wie viele Betreiber sich bis 2024 diesen Bündnissen anschließen werden, doch die Novelle fördert die Zusammenarbeit, um die Effizienz zu steigern.

Der unter der Bundesnetzagentur eingerichtete MaBiS-Hub übernimmt künftig die Marktkommunikation für Abrechnungs- und Bilanzierungsdaten. Diese Plattform entlastet die Messstellenbetreiber, indem sie Datenverarbeitungsaufgaben zentral übernimmt. Spezialisierte Funktionen sollen zudem die Datenqualität und -zuverlässigkeit erhöhen und so für reibungslosere Abläufe sorgen.

Ab Juli 2026 ersetzen bundesweit standardisierte Messstellenverträge die bisher unterschiedlichen regionalen Vereinbarungen. Diese Verträge enthalten verbindliche Regelungen zu Vertragsstrafen, monatlichen Zahlungen und vereinfachten Installationsschritten. Eine weitere Neuregelung legt eine Mindestnutzungsdauer für intelligente Zähler fest, um vorzeitige Austauschmaßnahmen nach der Installation zu vermeiden.

Verbraucher profitieren von mehr Transparenz durch verpflichtende Verbrauchsdatenerfassungen im 15-Minuten-Takt. Gleichzeitig entfällt für Anlagen ohne Einspeisung ins Stromnetz – etwa Null-Einspeise-Systeme – die Pflicht zur Installation von Steuerungseinheiten, was unnötige Kosten spart. Die Novelle stärkt strukturierte Prozesse und die Zusammenarbeit aller Beteiligten und schafft so die Grundlage für ein zuverlässigeres Energiesystem.

Auch die Datenverarbeitung wird verbessert: Durch die Zentralisierung der Kommunikation und die Einführung einheitlicher Standards soll das Gesetz Fehler reduzieren und Abläufe für Betreiber wie Verbraucher effizienter gestalten.

Die zweite MsbG-Novelle tritt voraussichtlich Ende 2025 in Kraft und bringt standardisierte Verträge, strengere Einbauvorgaben und eine neue zentrale Datenplattform mit sich. Die Maßnahmen sollen die Verbreitung intelligenter Zähler beschleunigen und gleichzeitig für mehr Transparenz und Effizienz im deutschen Energiesektor sorgen. Für Betreiber gelten künftig klarere Regeln, während Verbraucher von detaillierteren Verbrauchsinformationen profitieren.

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