Netflix und das Royal-Drama: Warum die Partnerschaft mit Harry und Meghan scheitert
Moritz HartmannAccusations and Waning Trust? - Netflix und das Royal-Drama: Warum die Partnerschaft mit Harry und Meghan scheitert
Netflix-Partnerschaft mit Prinz Harry und Herzogin Meghan steht auf der Kippe
Nach fünfeinhalb Jahren steht die einst mit großer Publicity gestartete Zusammenarbeit von Netflix mit Prinz Harry und Herzogin Meghan vor ungewisser Zukunft. Die Kooperation hat bisher kaum Inhalte hervorgebracht und den Streaming-Riesen mit unverkaufter Merchandise-Ware im Millionenwert zurückgelassen. Brancheninsider fragen sich inzwischen, ob es dem Paar gelingen wird, künftig Projekte jenseits ihrer königlichen Vergangenheit zu realisieren.
Die Produktionsfirma des Paares, Archewell Productions, hatte 2020 einen Mehrjahresvertrag mit Netflix unterzeichnet. Ihr erster großer Release, die Doku-Serie Harry & Meghan (2021), verzeichnete in der Debütwoche über 28 Millionen Zuschauerstunden. Kritiker rügten jedoch mangelnde Tiefe, und spätere Projekte fanden kaum Anklang.
Die animierte Serie Pearl (2022) wurde noch vor der Veröffentlichung eingestampft, während die 2025 gestartete Polo-Serie mit nur 620.000 Aufrufen in der ersten Woche floppte. Netflix verlängerte sie Anfang 2026 nicht – ein deutliches Zeichen nachlassenden Interesses. Auch Meghans Lifestyle-Marke As Ever und die dazugehörige Serie With Love, Meghan konnten nicht überzeugen, sodass Netflix nun auf Lagerware im Wert von rund 10 Millionen Dollar sitzenbleibt.
Hinter den Kulissen wächst die Spannung. Netflix-Mitarbeiter berichten von Frustration über die Arbeitsweise des Paares, insbesondere über Meghans Angewohnheit, Harry in Besprechungen zu unterbrechen und seine Ideen umzuformulieren. Ihr abruptes Verlassen von Zoom-Calls sorgte ebenfalls für Irritationen, auch wenn ihre Anwälte dies mit Work-Life-Balance begründen. CEO Ted Sarandos soll scherzhaft geäußert haben, er nehme ihre Anrufe nur noch entgegen, wenn ein Anwalt anwesend sei.
Aktuell arbeitet Archewell an zwei Netflix-Filmen, Triff mich am See (Meet Me at the Lake) und Das Hochzeitsdate (The Wedding Date), doch die Fortschritte sind zäh. Branchenkenner zögern zunehmend, mit der Produktionsfirma zusammenzuarbeiten – die kommerzielle Erfolgsaussicht erscheint fraglich.
Die Zukunft des Paares in Hollywood könnte davon abhängen, ob es ihm gelingt, frische Inhalte abseits der royalen Vergangenheit zu schaffen. Mit einer abkühlenden Netflix-Partnerschaft und wenigen erfolgreichen Projekten bis dato werden ihre nächsten Schritte zeigen, ob sie sich einen dauerhaften Platz in der Unterhaltungsbranche sichern können. Bisher gibt ihre Produktionsbilanz potenziellen Partnern wenig Grund zur Zuversicht.






