Marzahner Pride Week startet mit Parade und klarem Signal gegen Hass
Moritz HartmannMarzahner Pride Week startet mit Parade und klarem Signal gegen Hass
Marzahner Pride Week startet mit Parade und Kieztfest
Unter dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ beginnt die Marzahner Pride Week mit einer Parade und einem Nachbarschaftsfest. Die Veranstaltung feiert queere Communities und setzt ein Zeichen für Solidarität. Das Organisationsteam hat eine Woche voller Aktionen vorbereitet – mit Diskussionen, Filmvorführungen und Kampagnen.
Die Parade startet um 12 Uhr auf der Allee der Kosmonauten. Vanessa Krah und Gordon Lemm eröffnen den Umzug mit Reden. Im Anschluss beginnt um 14:30 Uhr ein queeres Kieztfest mit Livemusik, DJs und Streetfood.
Veranstalter ist Quarteera e.V., eine Initiative, die queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus unterstützt. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat einen hohen Anteil an Migrant:innen und ist zunehmend von Bedrohungen gegen marginalisierte Gruppen betroffen. Rechtsextreme Propaganda und Angriffe hätten in letzter Zeit zugenommen, berichtet die Meldestelle für diskriminierende Vorfälle.
2022 war die Pride von der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran angegriffen worden. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise auf rechtsextreme Mobilisierungen gegen die diesjährige Veranstaltung. Fast die Hälfte aller Pride-Events in Deutschland erlebte im vergangenen Jahr Störungen oder Einschüchterungsversuche.
In diesem Jahr umfasst die Marzahner Pride Week eine Parade, ein Fest und kulturelle Veranstaltungen. Trotz früherer Bedrohungen und des Erstarkens rechtsextremer Strukturen setzt das Organisationsteam seine Arbeit fort. Das einwöchige Programm steht im Zeichen queerer Sichtbarkeit und gemeinschaftlichen Widerstands.






