Manuel Neuer fordert strengere Regeln – und träumt vom Feldspieler-Dasein
Emma KrügerBayern-Torwart Neuer will weniger Zeitspiel an Ecken - Manuel Neuer fordert strengere Regeln – und träumt vom Feldspieler-Dasein
Manuel Neuer äußert sich zu Zeitverschwendung im Fußball – und seiner möglichen Karriere als Feldspieler
Der Torhüter des FC Bayern München, der den Verein 2011 von Schalke 04 aus wechselte, plädiert für strengere Regeln, um das Spiel zu verbessern. Zudem reflektierte er, wie sein Werdegang in einer anderen Position verlaufen wäre.
Neuer schlug eine neue Regel vor, um Verzögerungen während der Spiele einzudämmen: Torhüter sollten den Ball maximal acht Sekunden in den Händen halten, wobei der Schiedsrichter einen sichtbaren Countdown durchsetzt. Bei Verstößen drohen Strafen, um schnellere Spielfortsetzungen zu garantieren. Eine ähnliche Begrenzung gelte für Abstoße und Eckbälle, um unnötige Pausen zu reduzieren.
Der 38-Jährige sprach auch über seine Vielseitigkeit abseits des Tores. Er räumte ein, dass er möglicherweise als Innenverteidiger oder defensiver Mittelfeldspieler hätte auflaufen können – ähnlich wie sein ehemaliger Bayern-Teamkollege Javi Martínez. Zwar habe ihm die Schnelligkeit eines Feldspielers gefehlt, doch in einer ballbesitzorientierten Drittligamannschaft hätte er sich durchsetzen können, glaubt Neuer.
Seine Karriere bei den Münchnern begann 2011, als er von Schalke 04 kam. Schnell setzte er sich als Stammtorwart durch, löste Hans-Jörg Butt ab und überflügelte Konkurrenten wie Thomas Kraft. Obwohl er bei Bayern nie eine andere Position ausprobierte, bleibt er neugierig, wie sich seine Fähigkeiten anderswo hätten einsetzen lassen.
Neuers Vorschläge zielen darauf ab, den Spielfluss zu erhalten und das Zuschauererlebnis zu verbessern. Seine Überlegungen zur Feldspieler-Rolle unterstreichen sein tiefes Fußballverständnis über das Torwartspiel hinaus. Die Ideen könnten künftige Debatten über Regeländerungen im Sport prägen.
Wie Neuer’s Regelideen auf jüngste Füßball-Reformen aufbauen
Die achtsekundenregel für Torwächter, die nun im Zentrum von Neuer’s Vorschlägen steht, hat eine jüngste Vorgeschichte. In der Saison 2025/26 hat IFAB die Kontrollzeit für Torwächter von sechs auf acht Sekunden mit sichtbarem Countdown erweitert. Verstoße führen jetzt zu Eckstößen, nicht zu indirekten Freistößen. Diese Änderung zeigt den laufenden Wandel im Füßball, um Zeitverschwendung zu bekämpfen - Neuer’s Aufruf, ähnliche Regeln für Abschlagbälle und Eckstöße anzuwenden, passt direkt in diesen Trend.