16 April 2026, 08:03

Lufthansa erhöht Zuschlag wegen Iran-Konflikt und steigender Kerosinpreise

Liniengraph, der die Anzahl der Luftfahrtpassagiere in den Vereinigten Staaten von 2019 bis 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Lufthansa erhöht Zuschlag wegen Iran-Konflikt und steigender Kerosinpreise

Die Lufthansa Group hat ihren "Internationalen Zuschlag" erhöht, um die steigenden Kosten im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran auszugleichen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund höherer Treibstoffpreise, betrieblicher Störungen und veränderter Reisegewohnheiten, die die Ausgaben der Airline in die Höhe treiben.

Das Unternehmen setzt seit Langem auf Hedging-Strategien, um sich vor plötzlichen Preissprüngen zu schützen, und sichert sich Treibstoff bereits weit im Voraus. Lufthansas Hedging-Ansatz hebt das Unternehmen von vielen Konkurrenten ab. Durch den vorzeitigen Kauf von Kerosin fixiert die Gruppe die Preise und verringert so die Abhängigkeit von Marktschwankungen. Aktuell sind bereits rund 80 Prozent des Kerosinbedarfs für 2026 und 40 Prozent für 2027 abgesichert.

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Die Airline strebt an, 85 Prozent ihres Treibstoffbedarfs sechs Monate vor jedem Abflug zu hedgen. Diese Strategie erstreckt sich über einen Zeitraum von 24 Monaten und trägt dazu bei, die Kosten langfristig zu stabilisieren. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen hat der Krieg im Iran die Kerosinpreise in die Höhe getrieben und Flugrouten erschwert, was zu Stornierungen und höheren Betriebsausgaben führt.

Auch die Ticketpreise spiegeln die allgemeinen Trends wider. Die Nachfrage nach bestimmten Reisezielen ist stark gestiegen, was die Reisegewohnheiten verändert und die Preise nach oben treibt. Die Gruppe passt ihre Tarife je nach Angebot, Nachfrage und den anhaltenden Kostendruck durch Treibstoff und Betrieb an.

Die jüngste Erhöhung des Zuschlags ist eine direkte Reaktion auf die steigenden Kerosinkosten und die betrieblichen Herausforderungen. Dank ihrer soliden Hedging-Position ist Lufthansa zwar besser abgeschirmt als viele Mitbewerber. Dennoch belastet der Konflikt im Iran weiterhin die gesamte Luftfahrtbranche finanziell.

Quelle