Lia Rodrigues erhält Katholischen Kunstpreis für revolutionären Tanzaktivismus
Moritz HartmannLia Rodrigues erhält Katholischen Kunstpreis für revolutionären Tanzaktivismus
Die brasilianische Choreografin und Sozialarbeiterin Lia Rodrigues ist mit dem mit 25.000 Euro dotierten Katholischen Kunst- und Kulturpreis ausgezeichnet worden.
Die Preisverleihung fand vor einem Publikum statt, zu dem prominente Vertreter aus Kultur und Kirche zählten. Bischof Dr. Georg Bätzing würdigte Rodrigues’ mutigen Widerstand durch den Tanz, während Prof. Dr. Thomas Sternberg ihre Bescheidenheit und ihr Engagement für eine aufmerksamere Kirche hervorhob. Peter Limbourg, ein weiterer Redner, betonte ihren entschlossenen Schritt, ihre Tanzcompagnie in eine Favela in Rio de Janeiro zu verlegen.
Die Jury unter Leitung von Prof. Dr. Gabriele Brandstetter beschrieb Rodrigues’ Tanztheater als tief verwurzelt in der Solidarität mit marginalisierten Gemeinschaften. Während der Veranstaltung trug Ruth Amarante auf Rodrigues’ Wunsch eine „getanzte Laudatio“ vor und verlieh der Feier so eine einzigartige künstlerische Note.
Der Katholische Kunst- und Kulturpreis wird seit 1990 jährlich in verschiedenen Disziplinen verliehen. Zu den früheren Preisträgern zählen der Architekt Peter Zumthor, der Schriftsteller Ralf Rothmann und der Komponist Mark Andre. Rodrigues dankte für die Ehrung und bekräftigte ihren Wunsch, weiterhin die Grenzen der Kunst zu erweitern.
Der Preis würdigt Rodrigues’ lebenslanges Engagement, Kunst mit gesellschaftlichem Wandel zu verbinden. Ihre Arbeit in den Favelas und ihr Einsatz für Inklusion haben sowohl den Tanz als auch den Aktivismus nachhaltig geprägt. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro wird ihre weiteren künstlerischen Beiträge unterstützen.







