25 March 2026, 16:04

Klimaschutzprogramm 2026: Warum Expert:innen und FFF Alarm schlagen

Plakat mit Text und Bildern von Solarpanelen und Windrädern vor einem bewölkten Himmel, mit der Botschaft "Abgesagte verbleibende Öl- und Gasförderlizenzen im Arctic National Wildlife Refuge."

Klimaschutzprogramm 2026: Warum Expert:innen und FFF Alarm schlagen

Das neueste Klimaschutzprogramm 2026 der Bundesregierung steht in der scharfen Kritik von Aktivist:innen und Expert:innen. Der am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Plan soll zwar den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, wird von zentralen Stimmen jedoch als unzureichend bewertet. Zu den Kritikern zählen unter anderem die Bewegung Fridays for Future (FFF) und die Energieexpertin Linda Kastrup, die die Maßnahmen als bei Weitem nicht ausreichend einstuft, um die Klimakrise wirksam zu bekämpfen.

Kastrup verwies auf eine Reihe jüngster Rückschläge, die den Fortschritt untergraben. Sowohl das Netzausbaupaket als auch das Gebäudeenergiegesetz und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) seien von Verzögerungen oder Schwächen geprägt. Sie warnte, dass diese Probleme nicht nur den Ausbau erneuerbarer Energien bremsen – sie würden ihn im Grunde "begraben".

Laut Kastrup können selbst neue Windparks die grundlegenden Defizite in der Energie-, Wärme- und Verkehrspolitik nicht ausgleichen. Zwar sieht die EEG-Novelle 2023 ein Ziel von 80 Prozent Ökostrom bis 2030 vor, doch liegt der Fokus vor allem auf Solar-Förderungen und geplanten weiteren Novellen für 2025 und 2027. Konkrete Pläne, wie diese Änderungen den Ausbau von Windkraftanlagen tatsächlich beschleunigen sollen, sucht man jedoch vergeblich.

Auch Fridays for Future teilte diese Bedenken. Sprecherin Linda Kastrup brachte es auf den Punkt: Das Programm halte nicht, was sein Name verspricht. Die Bewegung betont, der aktuelle Ansatz fehle es an der nötigen Dringlichkeit, um die Klimaziele zu erreichen.

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Trotz der massiven Kritik wird das Klimaschutzprogramm 2026 nun umgesetzt. Fachleute und Aktivist:innen sind sich einig: Ohne deutlich mehr Engagement bei Windenergie, Wärmewende und Verkehr droht Deutschland, seine Ausbaziele für erneuerbare Energien zu verfehlen. Wie die Bundesregierung diese Lücken in den kommenden Jahren schließen will, bleibt vorerst offen.

Quelle