Hessens Beamte eskalieren Proteste für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Henry SeidelDGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei der Aktionsaktion der Beamten - Hessens Beamte eskalieren Proteste für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Beschäftigte im öffentlichen Dienst Hessens verschärfen Proteste für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Rund 1.500 Beamtinnen und Beamte beteiligten sich in Frankfurt an Demonstrationen, weitere nahmen in Nordhessen an einer Fotoaktion teil. Ihre Forderungen stützen sich auf ein Urteil aus dem Jahr 2021, das bescheinigte, dass die Besoldung im hessischen Öffentlichen Dienst fünf Jahre lang rechtswidrig zu niedrig war.
Ende 2021 hatte das Verwaltungsgericht Kassel entschieden, dass die Bezahlung der hessischen Landesbediensteten gegen das Grundgesetz verstößt. Das Gericht verwies auf jahrelange Unterbezahlung – ein systematischer Vergleich mit anderen Bundesländern wurde jedoch nie öffentlich vorgenommen.
Die Gewerkschaften fordern nun eine Lohnerhöhung von sieben Prozent für die rund 58.000 Beschäftigten des Landes. Zudem verlangen sie eine monatliche Mindesterhöhung von 300 Euro, da die Reallöhne gesunken seien, während Personalmangel herrscht. Die Angleichung der Bezüge an die Tarifbeschäftigten bleibt eine zentrale Forderung.
Die Proteste erreichten in diesem Monat einen neuen Höhepunkt: Rund 1.000 Beamtinnen und Beamte demonstrierten in Frankfurt, 500 nahmen an der Fotoaktion des DGB Nordhessen teil. Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, betonte, dass im öffentlichen Dienst dringend Handlungsbedarf bei Löhnen und Arbeitsbedingungen bestehe.
Die Verhandlungen werden am 26. und 27. März fortgesetzt. Die Gewerkschaften bestehen darauf, dass eine mögliche Einigung gleichermaßen für alle Landes- und Beamtenbeschäftigten gelten muss.
In der dritten Verhandlungsrunde wird sich zeigen, ob Hessen auf das Gerichtsurteil und die Gewerkschaftsforderungen eingeht. Seit fünf Jahren warten die Beschäftigten auf eine Besoldung, die verfassungskonform ist. Das Ergebnis wird Zehntausende im öffentlichen Dienst des Landes betreffen.






