Hessen fordert "Nur Ja heißt Ja" – Revolution im Sexualstrafrecht geplant
Lina FuchsHessen fordert "Nur Ja heißt Ja" – Revolution im Sexualstrafrecht geplant
Hessens Justizminister Christian Heinz fordert schärfere Sexualstrafgesetze in Deutschland. Er kritisiert, dass das aktuelle System Frauen nicht ausreichend schütze und reformbedürftig sei. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem auch andere Bundesländer auf rechtliche Änderungen drängen.
Derzeit gilt in Deutschland bei sexuellen Handlungen die Regel „Nein heißt Nein“. Heinz sieht darin einen Nachteil für Frauen, insbesondere in Fällen, in denen Opfer aus Angst oder Schock erstarren. Er setzt sich für ein „Nur Ja heißt Ja“-Modell ein, bei dem eine ausdrückliche Zustimmung erforderlich ist.
Ein Antrag zur Einführung dieses Standards wurde auf der Justizministerkonferenz eingebracht. Die Initiative geht auf die grünen Minister aus Hamburg und Nordrhein-Westfalen zurück. SPD und Grüne setzen sich seit Langem für strengere Gesetze ein, um klarere Verantwortlichkeiten zu schaffen.
Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, den Schutz von Frauen zu stärken und die Verurteilungsquote zu verbessern. Die Unterstützung Hessens verleiht der Reformbewegung zusätzlichen Schwung. Der neue Standard würde vor jedem sexuellen Akt eine explizite Zustimmung erfordern.






