Hertha BSC vor radikaler Wende: Abgänge, Sparzwang und ungewisse Zukunft
Moritz HartmannHertha BSC vor radikaler Wende: Abgänge, Sparzwang und ungewisse Zukunft
Hertha BSC steht vor einem Sommer des Umbruchs nach einem enttäuschenden siebten Platz in der Abschlusstabelle. Der Verein hat Leistungsträger verkauft und dafür einen zweistelligen Millionenbetrag eingenommen. Doch die anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten zwingen die Verantwortlichen zu schwierigen Entscheidungen über die Zukunft des Kaders.
Mit Fabian Reese, Kennet Eichhorn und Michael Cuisance haben bereits drei Schlüsselspieler den Club verlassen. Ihre Abgänge sind eine direkte Folge der angespannten Haushaltslage, die den Verkauf von Top-Talenten unvermeidbar machte. Weitere Profis drängen nun auf einen Wechsel, während andere das Interesse von Konkurrenten auf sich ziehen.
Trainer Stefan Leitl hat die Mannschaft kürzlich zu einem zweitägigen Teambuilding-Camp nach Kienbaum gebracht. Unterdessen wird Geschäftsführer Peter Görlich am Montag in einer Pressekonferenz die realistischen Ziele des Vereins für die kommende Saison vorstellen.
Trotz der finanziellen Entlastung durch die Spielerverkäufe hat Hertha BSC bisher noch keine nennenswerten Neuzugänge verpflichtet. Auch auf einen Fokus auf den direkten Wiederaufstieg wurde verzichtet. Stattdessen könnte der Verein vermehrt auf junge Talente aus der eigenen Akademie setzen, die die Lücken im Kader füllen sollen.
Die prekäre finanzielle Situation hat die Planungen für die neue Spielzeit grundlegend verändert. Ohne große Transfers und mit dem Verzicht auf Aufstiegambitionen wird Hertha BSC auf interne Entwicklung setzen müssen. Görlichs Äußerungen am Montag dürften Klarheit darüber geben, wie es für den Traditionsclub weitergeht.
