07 May 2026, 16:02

Henkel warnt vor weiteren Preiserhöhungen bis 2026 wegen explodierender Materialkosten

Balkendiagramm, das den Verbraucherpreisindex von Oktober 2020 bis Oktober 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Henkel warnt vor weiteren Preiserhöhungen bis 2026 wegen explodierender Materialkosten

Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten, die dem Konzern bereits Hunderte Millionen Euro zusätzlich belasten. Das Unternehmen hat zwar im Industriegeschäft die Preise angehoben, zeigt sich aber zurückhaltend, die höheren Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.

Konzerchef Carsten Knobel warnte, dass bis 2026 weitere Erhöhungen nötig werden könnten, falls der Kostendruck anhält. Die Materialausgaben von Henkel sind im hohen einstelligen Prozentbereich gestiegen und haben das Unternehmen zwischen 400 und 500 Millionen Euro extra gekostet. Um gegenzusteuern, hat der Konzern Lieferverträge neu verhandelt und die Preise in den Bereichen Klebstoffe und Industrieprodukte angepasst.

Im Konsumentengeschäft gestaltet sich das jedoch schwieriger. Angesichts der finanziellen Belastung vieler Haushalte setzt Henkel auf gezielte Preisanpassungen, die mit Produktinnovationen verbunden sind. Dennoch schließt Knobel breitere Preiserhöhungen für Verbraucher ab 2026 nicht aus, sollte der Kostendruck bestehen bleiben.

Eine präzise Prognose gibt das Unternehmen nicht ab – zu unberechenbar sei die Marktlage. Aktuell setzt Henkel auf Kostenkontrolle und selektive Preisanpassungen, wo es möglich ist. Während das Industriegeschäft bereits Preiserhöhungen umgesetzt hat, steht das Konsumentensegment vor schwierigeren Entscheidungen. Falls die Materialkosten hoch bleiben, könnten 2026 auch hier weitere Preisanpassungen folgen. Der Konzern beobachtet die Entwicklung weiterhin genau.

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