25 March 2026, 12:02

Henkel leidet unter explodierenden Logistikkosten durch den Ukraine-Krieg

Liniengraph, der den erwarteten Rückgang zukünftiger Ölimportprognosen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Henkel leidet unter explodierenden Logistikkosten durch den Ukraine-Krieg

Henkel kämpft mit steigenden Kosten durch angespannte globale Lieferketten

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Die anhaltend hohen Ölpreise und anhaltende Störungen in den weltweiten Lieferketten belasten Henkel mit steigenden Kosten. Das Unternehmen, das rund 47.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, verzeichnet höhere Ausgaben für Materialien, Logistik und Transport – eine direkte Folge des Ukraine-Kriegs.

Seit Februar 2022 behindert der Konflikt wichtige Handelsrouten. Besonders betroffen ist der Schienengüterverkehr entlang der Neuen Seidenstraße, vor allem durch die Ukraine. Reedereien umschiffen nun das Kap der Guten Hoffnung statt den Suezkanal, was Zeit und Kosten erhöht. Die Preise für Schiffsbrennstoff sind in die Höhe geschnellt, die Frachtraten steigen, während die Kapazitäten im Luftfrachtverkehr global um 18 Prozent gesunken sind – auf Indien-Routen sogar um 40 Prozent. Kriegszuschläge und Notfalltreibstoffgebühren in Konfliktgebieten treiben die Transportkosten zusätzlich in die Höhe.

Henkels Zulieferer und Logistikpartner geben diese Mehrkosten weiter. Zwar ist das Unternehmen nicht direkt in die Krise verwickelt, doch die Abhängigkeit von ölbasierten Kosten macht sich bemerkbar. Um gegenzusteuern, setzt Henkel auf die Stärke seiner etablierten Marken wie Persil und Schwarzkopf, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnte, dass ein Aufschub dieser Anpassungen die finanzielle Belastung verschärfen könnte.

Mit einem Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro im Jahr 2021 hofft das Unternehmen, dass sich der Konflikt nicht bis Jahresende hinzieht. Da weniger als 20 Prozent der Belegschaft in Deutschland arbeiten, ist Henkel besonders auf stabile Lieferketten und kalkulierbare Logistikkosten angewiesen.

Die Strategie des Konzerns zielt nun darauf ab, die Markentreue zu nutzen, um höhere Preise durchzusetzen, während gleichzeitig die Dauer des Konflikts beobachtet wird. Henkel bleibt damit konfrontiert, die steigenden Kosten zu bewältigen, während Zulieferer und Logistikfirmen sich auf anhaltende Störungen einstellen. Vorerst steht die Stabilität im Fokus – in einem unsicheren globalen Handelsumfeld.

Quelle