24 May 2026, 20:02

Heizungsgesetz: Grünen-Politikerin Badum nennt Reform ein "Chaos-Gesetz" mit fatalen Folgen

Grüne fordern Stopp des neuen Heizungsgesetzes

Heizungsgesetz: Grünen-Politikerin Badum nennt Reform ein "Chaos-Gesetz" mit fatalen Folgen

Die geplante Heizungsgesetz-Reform der Bundesregierung steht in scharfer Kritik – vor allem von Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen. Sie bezeichnete den Gesetzentwurf als „Chaos-Gesetz“ und warnte, er werde Mieter:innen mit hohen Kosten belasten, während gleichzeitig die Lobby der Erdgasbranche profitieren würde.

Der vom Kabinett gebilligte Entwurf sieht einen schrittweisen Anstieg klimafreundlicher Heizungsbrennstoffe vor. Ab 2029 müssen mindestens 10 Prozent der Heizenergie aus erneuerbaren Quellen stammen, 2030 steigt der Anteil auf 15 Prozent, 2035 auf 30 Prozent und bis 2040 auf 60 Prozent. Doch es gibt erhebliche Zweifel, ob genug Biomethan verfügbar sein wird, um diese Ziele zu erreichen.

Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland bezeichnete Badum die Regelung als „Biogas-Treppe ins Nichts“. Sie kritisierte, die Regierung habe keine klare Strategie, um die notwendigen Mengen zu sichern. Auch Verbände wie der BDEW und der VKU fordern Aufklärung, woher das benötigte Biopotenzial stammen soll.

Die Bundesregierung selbst räumte ein, keine verlässlichen Prognosen zu künftigem Bedarf oder Verfügbarkeit von Biobrennstoffen liefern zu können. Dies folgte auf eine parlamentarische Anfrage Badums, die den Vorwurf erhob, die Behörde treibe ein schlecht durchdachtes Gesetz ohne ausreichende Planung voran.

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Das Heizungsgesetz stößt nun auf massiven Widerstand – sowohl wegen seiner Umsetzbarkeit als auch der finanziellen Folgen. Da unklar bleibt, wie die nötigen Mengen an grünem Gas beschafft werden sollen, warnen Kritiker:innen vor höheren Nebenkosten für Mieter:innen ohne garantierten Nutzen für den Klimaschutz. Wie die Regierung die Versorgungsfragen lösen will, ist bisher offen.

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