Hautkrebsfälle explodieren: Warum Sonnenschutz heute mehr als Creme braucht
Lina FuchsHautkrebsfälle explodieren: Warum Sonnenschutz heute mehr als Creme braucht
Steigende Hautkrebszahlen in Deutschland rücken Sonnenschutz wieder in den Fokus
2023 erhielten in Deutschland über 100.000 Menschen eine Behandlung wegen Hautkrebs – mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahrzehnt. Experten warnen nun, dass der Klimawandel und mangelnde Sonnenschutzgewohnheiten das Problem verschärfen.
Dass UV-Strahlung Hautkrebs und langfristige Hautschäden verursacht, ist längst bekannt. Dennoch verlassen sich viele Menschen nach wie vor zu sehr auf Sonnencreme allein. Dermatologen betonen, wie wichtig es ist, die pralle Mittagssonne – insbesondere zwischen 11 und 15 Uhr – zu meiden. Ab einem UV-Index von drei wird Schatten zum Muss, bei Werten über acht sollten Freiluftaktivitäten ganz vermieden werden.
Doch nicht alle Sonnencremes bieten gleichen Schutz. Chemische Filter wie Octocrylen können sich zu Benzophenon zersetzen, einer Verbindung, die vom Körper aufgenommen wird. Manche Produkte enthalten zudem Weichmacher oder lösen allergische Reaktionen aus. Um den auf der Verpackung angegebenen Schutz zu erreichen, müssen Anwender zwei Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut auftragen. Experten raten außerdem, darauf zu achten, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel so hoch ist wie der Lichtschutzfaktor (LSF).
Der deutliche Anstieg der Hautkrebsdiagnosen spiegelt die wachsende UV-Belastung wider. Durch den Klimawandel hat sich die Sonneneinstrahlung verstärkt, was selbst für vorsichtige Menschen die Risiken erhöht. Ohne bessere Aufklärung dürften die Fallzahlen weiter steigen.
Ein wirksamer Sonnenschutz bedeutet heute mehr als nur das Eincremen. Die Kombination aus Schatten, Kleidung und einer klugen Zeitplanung für Aktivitäten im Freien ist entscheidend. Angesichts der stark steigenden Hautkrebsraten könnte die Befolgung der Expertenempfehlungen helfen, künftige Schäden zu verringern.






