Handgreiflichkeiten und Machtkampf: SPD-Skandal erschüttert Berlin
Ein erbitterter Streit zwischen zwei SPD-Mitgliedern hat in Berlins politischen Kreisen für Aufsehen gesorgt. Maja Lasic, die bildungspolitische Sprecherin der Partei, soll ihren Rivalen um die Nominierung für die Landeswahl, Kazem Radpasand, angeblich angeschrien und sogar handgreiflich angegriffen haben. Der Vorfall ereignete sich während einer Sitzung von SPD-Funktionären in Berlin-Mitte am 10. September 2025.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Kandidaturen für die Landtagswahlen am 20. September 2026. Radpasand hatte sowohl bei der Kandidatenaufstellung als auch in einer weiteren internen Abstimmung gegen Lasic verloren, bestreitet jedoch, dass seine öffentlichen Vorwürfe auf politischem Frust beruhen.
Laut Radpasand habe Lasic ihn vor dem SPD-Landesverband in Berlin angeschrien und ihm den Arm verdreht. Lasic räumte später ein, dass ihr verbales Auftreten unangemessen gewesen sei, wies aber jede körperliche Auseinandersetzung zurück – einschließlich der Vorwürfe, sie habe ihm den Arm verdreht. Sie ist stellvertretendes Mitglied im lokalen Vorstand, dem Radpasand vorsteht.
Radpasand fordert nun eine interne Klärung des Vorfalls sowie eine offizielle Entschuldigung. Der Zwischenfall hat die Spannungen in der Partei weiter verschärft, während die Verantwortlichen prüfen, wie mit den Vorwürfen umgegangen werden soll.
Die SPD steht nun vor der Herausforderung, den Konflikt intern beizulegen. Radpasand hat deutlich gemacht, dass er eine sachliche Aufklärung und eine direkte Entschuldigung erwartet. Das Ergebnis könnte die innerparteilichen Dynamiken im Vorfeld der Landtagswahlen 2026 beeinflussen.






