Hamburgs Waschbär-Plage: Soll eine Prämie die invasive Art eindämmen?
Henry SeidelCDU-Fraktion fordert Prämie für Waschbären - Hamburgs Waschbär-Plage: Soll eine Prämie die invasive Art eindämmen?
Waschbären bereiten Hamburg als invasive Art zunehmend Probleme – ohne natürliche Feinde verbreiten sie sich ungehindert. Die Tiere beschädigen Eigentum, übertragen Parasiten und bedrohen heimische Wildtiere. Nun hat die CDU-Bürgerschaftsfraktion einen neuen Lösungsansatz vorgelegt, um die wachsende Population einzudämmen.
Der Plan der CDU sieht die Einführung eines Prämienmodells für Waschbären vor. Jäger sollen für jedes erlegte Tier eine Vergütung erhalten – ähnlich wie beim bereits bestehenden System für Nutrias. Die Verantwortlichen argumentieren, dass finanzielle Anreize die aktive Bekämpfung der Population fördern könnten.
Bisher fehlen in Hamburg jedoch verlässliche Daten darüber, wie viele Tiere in der Stadt leben. Auch gibt es keine Aufzeichnungen, wie viele Tiere in den vergangenen fünf Jahren durch Jagd oder Schädlingsbekämpfung entfernt wurden. Diese Informationslücken erschweren es, das Ausmaß des Problems einzuschätzen.
Tiere wie Waschbären sind dafür bekannt, Vogelnester zu plündern, heimische Arten zu verdrängen und Dachisolierungen auf der Suche nach Unterschlupf zu zerstören. Zudem besteht die Gefahr, dass sie Krankheitserreger übertragen, da sie Parasiten in sich tragen, die für Mensch und Tier gefährlich sein können.
Sollte das Prämienmodell genehmigt werden, wäre dies ein neuer Ansatz zur Regulierung des Tierebestands in Hamburg. Ziel des Vorschlags ist es, die negativen Auswirkungen auf Ökosysteme und städtische Infrastruktur zu verringern. Der Erfolg des Plans hängt jedoch davon ab, ob sich genug Jäger beteiligen und die Ergebnisse systematisch erfasst werden.
Nutria control data shows 3510 removed in 2024/25 – a model for raccoon management?
Hamburg's nutria control programme offers a measurable precedent for the CDU's proposed raccoon bounty. Recent figures show:
- 3510 nutria were shot in the 2024/25 season, up from 313 in 2018/19.
- Warning signs now advise against feeding these invasive species, a strategy mirrored in raccoon proposals.






