Hamburgs neuer Doppelhaushalt 2027/28: Höhere Gebühren und längere Arbeitszeiten für Beamte
Henry SeidelHamburgs neuer Doppelhaushalt 2027/28: Höhere Gebühren und längere Arbeitszeiten für Beamte
Der Hamburger Senat hat einen Haushaltsentwurf für die Jahre 2027 und 2028 vorgelegt, der für die Bürgerinnen und Bürger neue finanzielle Belastungen mit sich bringt. Vorgesehen sind höhere Gebühren, längere Arbeitszeiten für Beamte sowie Kürzungen bei bestimmten öffentlichen Leistungen, um den wachsenden finanziellen Druck zu begegnen.
Der neue Doppelhaushalt steigt um rund vier Milliarden Euro und beläuft sich damit auf insgesamt knapp 48,1 Milliarden Euro. Die steigenden Personalkosten machen bereits etwa ein Drittel der jährlichen Ausgaben aus.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet der Haushalt mehrere neue oder erhöhte Abgaben. Besucher der Plaza der Elbphilharmonie müssen künftig fünf Euro Eintritt zahlen – bisher war der Zugang kostenfrei. Studierende der Universität Hamburg sehen sich mit einer Erhöhung des Semesterbeitrags um 30 Euro auf 414 Euro konfrontiert. Zudem fällt für Nutzer des kostenlosen Deutschlandtickets eine zusätzliche jährliche „Servicegebühr“ von 19 Euro an.
Beamte müssen künftig länger arbeiten: Die reguläre Wochenarbeitszeit steigt von 40 auf 41 Stunden. Gleichzeitig werden die Gebühren für persönliche Verwaltungsleistungen deutlich angehoben, was Beamte, Eltern und andere Nutzer dieser Dienstleistungen besonders trifft. Im Haushalt ist zudem ein Steuerausfall von 600 Millionen Euro in den kommenden Jahren eingeplant.
Um Kosten zu sparen, wird Hamburg seine Polizeihubschrauberstaffel abschaffen und durch günstigere Drohnen ersetzen.
Der Haushalt sieht zwar höhere Gesamtausgaben vor, verteilt die Lasten jedoch auf Bürger und Beamte. Kürzungen wie der Verzicht auf die Polizeihubschrauber sollen einen Teil der finanziellen Belastung abfedern. Die Maßnahmen spiegeln den Versuch wider, steigende Ausgaben mit begrenzten Einnahmen in Einklang zu bringen.
