17 March 2026, 16:01

Hamburgs Grundsteuer-Reform 2025: Wie die Stadt 520 Millionen Euro einnimmt und Brachflächen bekämpft

Alte Karte einer dicht bebauten Stadt mit nummerierten Grundstücken, Textanmerkungen und einer 'Grundstück zu verkaufen'-Anzeige unten.

Hamburg sammelt 519 Millionen Euro an Grundsteuer - Hamburgs Grundsteuer-Reform 2025: Wie die Stadt 520 Millionen Euro einnimmt und Brachflächen bekämpft

Hamburg hat im vergangenen Jahr fast 520 Millionen Euro an Grundsteuern eingenommen. Die Einnahmen der Stadt stammen größtenteils aus bebauten Grundstücken, wobei neue Regelungen ab 2025 in Kraft treten. Diese Änderungen folgen einer bundesweiten Reform, nachdem das alte System 2018 für verfassungswidrig erklärt worden war.

Der Großteil der Hamburger Grundsteuereinnahmen – rund 515 Millionen Euro – entfiel auf die Grundsteuer B, die für bebaute und teilweise auch für unbebaute Grundstücke gilt. Die Grundsteuer A, die landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen betrifft, brach dagegen um 78,6 Prozent auf knapp 150.000 Euro ein. Die neu eingeführte Grundsteuer C, die unbebaute, aber baureife Grundstücke erfasst, brachte in ihrem ersten Jahr etwa 4 Millionen Euro ein.

Die Reform der Stadt basiert auf einer Bewertung nach Grundstücksfläche und Lage. Um die Bebauung zu fördern, sieht die Grundsteuer C einen Zuschlag von 8.000 Prozent vor. Mit diesem extrem hohen Satz soll Druck auf Grundstückseigentümer ausgeübt werden, brachliegende Flächen zu bebauen.

In ganz Deutschland sehen sich viele Kommunen mit Klagen wegen ihrer Steuermodelle konfrontiert. Städte wie Hilden, Bochum, Dortmund, Essen und Gelsenkirchen haben versucht, unterschiedliche Sätze für Wohn- und Gewerbeimmobilien festzulegen. Doch diese Ansätze bergen ein hohes Klagarisiko, und es ist unklar, wie viele Gemeinden bis Anfang 2026 ähnliche Systeme eingeführt haben werden.

Das Urteil von 2018 zwang zu einer bundesweiten Neuregelung, die den lokalen Behörden mehr Spielraum bei den Zuschlagssätzen einräumte. Hamburgs aktualisiertes System wird ab 2025 voll greifen und markiert damit einen Wandel in der Berechnung und Erhebung der Grundsteuer.

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Die Änderungen in Hamburg spiegeln die übergeordneten Reformen wider, nachdem das alte System abgeschafft wurde. Die neuen Regeln konzentrieren sich auf Nutzung und Lage der Grundstücke, mit drastischen Zuschlägen für unbebaute Flächen. Zwar bleiben die Einnahmen der Stadt stabil, doch die Rechtsstreitigkeiten in anderen Regionen zeigen, wie schwierig die Umsetzung solcher Reformen ist.

Quelle