Hamburgs Cannabis-Legalisierung scheitert an Kosten und leeren Versprechen
Emma KrügerCDU fordert Ende der Cannabis-Legalisierung - Hamburgs Cannabis-Legalisierung scheitert an Kosten und leeren Versprechen
Hamburgs Kritik an der Cannabis-Legalisierung: Hohe Kosten, geringe Wirkung
Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland stößt in Hamburg auf massive Kritik – die Verantwortlichen stellen den Erfolg des Vorhabens zunehmend infrage. Trotz der neuen Gesetze, die Anbauvereine ermöglichen, übersteigt die Nachfrage das Angebot bei Weitem, während die Kosten explodieren. Die CDU fordert eine Kehrtwende und argumentiert, der Schwarzmarkt werde dadurch nicht eingedämmt.
Seit April 2024 haben sich bundesweit rund 85 Cannabis-Clubs gegründet, die bis Anfang 2026 etwa 140.000 Mitglieder zählen. In Hamburg gaben diese Vereine im Jahr 2024 jedoch nur 230 Kilogramm ab – ein Bruchteil des geschätzten Jahresbedarfs der Stadt von 17 Tonnen. Die Mitglieder erhielten je nach Club zwischen 8 und 26 Gramm pro Monat.
Auch die finanziellen Belastungen sind beträchtlich: Die Hamburger Steuerzahler mussten 2024 über 800.000 Euro für Personalkosten aufbringen, allein das Bezirksamt Altona veranschlagte 503.721 Euro. Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz kam auf zusätzliche Ausgaben in Höhe von 317.350,88 Euro.
Hamburgs Polizeichef Falk Schnabel räumte ein, dass der private Anbau den Bedarf der Verbraucher bei Weitem nicht decke. Die CDU wirft der Politik unterdessen vor, die Bürokratie ausgebaut zu haben, ohne den illegalen Handel zu schwächen. Bundesweit lag der Cannabis-Bedarf 2024 bei 743 Metrischen Tonnen – ein deutlicher Beleg für die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage.
Der Vorstoß der CDU für eine Rücknahme der Legalisierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Hamburgs Experiment mit hohen Kosten und geringer Wirkung kämpft. Angesichts belasteter Haushalte und ungedeckter Nachfrage wird die Debatte über die Zukunft der Regelung weiter an Fahrt aufnehmen. Die Verantwortlichen stehen nun unter Druck, den Kurs zu überprüfen, bevor weitere Mittel fließen.