Grüner Stahl: Neue Wasserstoff-Pipeline soll Salzgitter AG revolutionieren
Moritz HartmannGrüner Stahl: Neue Wasserstoff-Pipeline soll Salzgitter AG revolutionieren
Neue Wasserstoff-Pipeline für „grünen Stahl“ bei Salzgitter AG geplant
Im Rahmen der Bemühungen um die Produktion von „grünem Stahl“ entsteht eine neue Wasserstoff-Pipeline, die das Stahlwerk von Salzgitter AG versorgen soll. Die 68 Kilometer lange Trasse wird von Wefensleben über Helmstedt, Wolfenbüttel bis nach Salzgitter führen. Erste Vorarbeiten für das Projekt begannen bereits 2020 unter der Federführung der Ontras Gastransport GmbH.
Die Pipeline ist ein zentraler Bestandteil des Transformationsprogramms SALCOS, das darauf abzielt, Kohle in der Stahlproduktion durch Wasserstoff zu ersetzen. Mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern soll sie ab Dezember 2029 kommerziellen Wasserstoff liefern.
Ontras hat nun das formelle Genehmigungsverfahren eingeleitet; mit dem Baubeginn wird 2027 gerechnet. Die genaue Streckenführung steht noch nicht endgültig fest, wie eine kürzlich veröffentlichte öffentliche Bekanntmachung in Wolfenbüttel bestätigt.
Bevor die Arbeiten voranschreiten, finden von Ende Juni bis Anfang August ökologische Untersuchungen statt. Dabei wird in Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter nach Vorkommen des geschützten Europäischen Hamsters gesucht, um die Einhaltung der Artenschutzbestimmungen zu gewährleisten.
Nach Fertigstellung ermöglicht die Pipeline die wasserstoffbasierte Stahlherstellung im Werk von Salzgitter AG. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt zur Reduzierung der CO₂-Emissionen in der Schwerindustrie. Der Betrieb soll Ende 2029 aufgenommen werden – vorausgesetzt, die Umweltverträglichkeitsprüfungen und Bauarbeiten verlaufen wie geplant.







