10 June 2026, 22:00

Grüne prüfen Verflechtungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen Anfrage

Grüne prüfen Verflechtungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus

Die Grünen in Deutschland haben eine Kleine Anfrage im Bundestag eingereicht, um mutmaßliche Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Gruppen und rechtsextremen Kreisen zu untersuchen. Das Dokument mit dem Titel „Mögliche Verflechtungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus in Deutschland“ zielt darauf ab, Aufschluss über Strukturen und Gefahrenpotenzial dieser Milieus zu erhalten.

In der Anfrage werden Personen wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider genannt sowie Organisationen wie Alliance Defending Freedom International und der Bundesverband Lebensrecht (Bundesverband für das Lebensrecht). Zudem wird nach Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Influencern und rechtsextremen Akteuren, Netzwerken oder Parteien gefragt – darunter die AfD.

ARD und ZDF hatten kürzlich Dokumentationen ausgestrahlt, in denen konservative Christen kritisch dargestellt wurden. Dies hat das mediale Interesse an mutmaßlichen extremistischen Verflechtungen weiter angeheizt. Die Grünen schlagen darüber hinaus politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit christlich motiviertem Extremismus zu löschen.

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Leonard Jäger warf den Grünen vor, sie versuchten, christlich-konservative Positionen moralisch zu delegitimieren, statt eine sachliche Debatte zu führen. Tobias Riemenschneider bezeichnete die Anfrage als Versuch, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, argumentierte, das Vorgehen diene dazu, künstliche Verbindungen herzustellen und den Einfluss von Lebensschützern und Christen zu schwächen.

Die parlamentarische Initiative fordert Klarheit über Ausmaß und Risiken christlich-fundamentalistischer Gruppen mit extremistischen Bezügen. Gleichzeitig wird ein Vorgehen gegen als extremistisch eingestufte Online-Inhalte angemahnt. Kritiker der Anfrage sehen darin eine gezielte Kampagne gegen konservative christliche Stimmen.

Quelle