05 April 2026, 04:02

Graham Linehan wirft BBC vor, sein Privatleben in Doctors zu karikieren

Cartoon-Illustration eines verzweifelten Mannes in einem blauen Anzug, der auf dem Boden liegt, und einer Frau in einem gelben Kleid, die auf einem Stuhl sitzt und ein Objekt hält, mit der Überschrift "Britishia zwischen Tod und den Doctors" unten.

Graham Linehan wirft BBC vor, sein Privatleben in Doctors zu karikieren

Der Komiker Graham Linehan hat BBC-Autoren vorgeworfen, ihn in der Arztserie Doctors in ein negatives Licht zu rücken. Er behauptet, eine Figur der Serie spiegle sein Privatleben und seine umstrittenen Ansichten wider. Die BBC wies die Vorwürfe entschieden zurück und betonte, es handele sich um ein fiktionales Werk.

Linehan verwies auf die 24. und letzte Staffel von Doctors, die 2024 ausgestrahlt wurde, in der ein Charakter namens Dr. Graham Elton auftritt. Der fiktive Arzt wird als aggressiv transfeindlich dargestellt, ist von seiner Frau getrennt und kämpft damit, dass sein Kind sich als transgender outet. Linehan, dessen Ex-Frau Helen Serafinowicz sich 2020 nach öffentlicher Kritik an seinen anti-transgender-Positionen von ihm scheiden ließ, sieht darin bewusste Parallelen zu seinem Leben.

Seine Anschuldigungen reiht sich in eine Serie von Kontroversen ein. 2023 wurde sein Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival abgesagt, nachdem er sich öffentlich zu Transgender-Themen geäußert hatte. Die jüngsten Vorwürfe kamen auf, nachdem er Kritik an einer anderen BBC-Produktion, The Capture, zurückwies – einige Zuschauer hatten die Serie als "Propaganda" bezeichnet, weil sie migrationskritische Haltungen mit Extremismus verknüpfe.

Die BBC stand bereits früher in der Kritik, etwa wegen der Darstellung faschistoider und antisemitischer Figuren in Serien wie Peaky Blinders. 2023 trat der damalige BBC-Chef Tim Davie nach der manipulativen Schnittfassung einer Rede von Donald Trump zurück, was zu einer Milliarde Dollar schweren Klage führte.

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Die BBC hält daran fest, dass Doctors rein fiktiv sei und keine realen Personen abbildet. Linehans Vorwürfe unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen seinen öffentlichen Aussagen und medialen Darstellungen. Der Streit bleibt vorerst ungelöst – beide Seiten äußerten sich nicht weiter.

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