Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland kühlt nach Rekordjahren spürbar ab
Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland kühlt nach Jahren starker Preisanstiege ab
Nach Jahren rasant steigender Preise zeigt der deutsche Gebrauchtwagenmarkt erste Anzeichen einer Abkühlung. Zwar bleibt die Nachfrage hoch, doch Experten prognostizieren nun einen leichten Preisrückgang bis 2026. Die Wende folgt auf eine Phase hoher Inflation, in der die Durchschnittspreise für Gebrauchtwagen weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Pandemie liegen.
Zwischen 2021 und 2022 stiegen die Preise für Gebrauchtwagen um etwa 19 Prozent. Der Anstieg war eine Folge des Halbleitermangels, der die Produktion neuer Fahrzeuge behinderte und Käufer auf den Secondhand-Markt trieb. Während der Pandemie hatten Chiphersteller ihre Kapazitäten auf Unterhaltungselektronik und IT verlagert, sodass die Automobilbranche den unerwartet schnellen Nachfrageanstieg nach dem Lockdown nicht bedienen konnte.
Bis Anfang 2025 war der durchschnittliche Preis für einen Gebrauchtwagen in Deutschland auf rund 27.800 Euro gesunken – ein Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Höchststand 2023. Dennoch halten einige Modelle ihren Wert. Beliebte SUVs wie der VW Tiguan oder der BMW X1 bleiben gefragt, und ihre Preise bleiben stabil. Gleichzeitig behalten dreijährige Elektroautos noch etwa 50 Prozent ihres ursprünglichen Neupreises, was eine langsamere Wertminderung als in früheren Jahren widerspiegelt.
Die Marktaktivität bleibt lebhaft: 2024 stiegen die Fahrzeugübertragungen um 7,4 Prozent auf etwa 6,48 Millionen Einheiten. Auch der Umschlag bei Händlern beschleunigt sich – ein durchschnittliches Fahrzeug steht nur noch 57 Tage auf dem Hof, deutlich weniger als vor der Pandemie.
Gebrauchtwagenmarkt findet zu mehr Stabilität Nach Jahren der Schwankungen stabilisiert sich der Gebrauchtwagenmarkt allmählich. Die Preise dürften 2026 leicht sinken, doch die Nachfrage nach gefragten Modellen wie SUVs und Elektroautos bleibt robust. Mit schnellerem Umschlag und stabilen Verkaufszahlen scheint der Sektor in eine ausgeglichenere Phase überzugehen.






