Galeria Karstadt Kaufhof schließt Harburger Filiale – 180 Jobs betroffen
Henry SeidelGaleria Karstadt Kaufhof schließt Harburger Filiale – 180 Jobs betroffen
Galeria Karstadt Kaufhof schließt 52 seiner 129 verbleibenden Filialen in Deutschland – darunter auch das Kaufhaus in Harburg, das bis zum 30. Juni 2023 seine Türen schließen wird. Damit verbleiben in Hamburg nur noch drei Galeria-Standorte: an der Mönckebergstraße, im Alstertal-Einkaufszentrum und in der Osterstraße in Eimsbüttel.
Die Schließung des Harburger Hauses führt zum Verlust von etwa 180 Arbeitsplätzen, betroffen sind Mitarbeiter aus den Filialen Harburg und Wandsbek. Die Reaktionen lokaler Verantwortungsträger fallen unterschiedlich aus. Uwe Schneider, Bezirksvorsitzender der CDU, bezeichnete die Entscheidung als "erwartbar und absehbar".
Franziska Wedemann, Vorsitzende des örtlichen Wirtschaftsverbands, sieht in der Schließung hingegen eine Chance, die Einzelhandelslandschaft in Harburg neu zu denken. Sören Schumacher, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, will verhindern, dass das Gebäude langfristig leer steht, und stattdessen Harburg zu einem lebendigeren Viertel umgestalten. Die Stadtverwaltung plant, das Areal rund um den Herbert-und-Greta-Wehner-Platz zu beleben und damit die Innenstadt zu stärken.
Antonia Marmon, Geschäftsführerin von Harburg Marketing, bedauerte den Verlust des historischen Karstadt-Kaufhauses, das jahrzehntelang fester Bestandteil der lokalen Wirtschaft war. Nun gelte es, das Gelände so weiterzuentwickeln, dass Harburg langfristig davon profitiere.
Mit der Schließung der Galeria in Harburg rückt die Frage nach einer neuen Nutzung des Standorts in den Fokus. Lokale Politiker und Wirtschaftsführer arbeiten daran, das Gelände so zu gestalten, dass es zur nachhaltigen Entwicklung des Stadtteils beiträgt. Die drei verbleibenden Galeria-Filialen in Hamburg bleiben vorerst wie geplant in Betrieb.






