Frau heiratet Straßburger Straßenbahn aus Liebe – eine ungewöhnliche Geschichte
Moritz HartmannFrau heiratet Straßburger Straßenbahn aus Liebe – eine ungewöhnliche Geschichte
Eine Frau in Frankreich hat eine Straßburger Straßenbahn geheiratet, nachdem sie sich in sie verliebt hat. Sandra Ram, die sich als Objektophilin identifiziert, gab dem Wagen mit der Nummer 3013 im Jahr 2024 das Jawort. Die ungewöhnliche Hochzeit fand mit der Erlaubnis des Depots statt, in dem das Fahrzeug untergestellt ist.
Sandra Rams Beziehung zu leblosen Objekten begann lange vor der Trauung. Schon in ihrer Kindheit wurde bei ihr Objektophilie diagnostiziert – sie fühlte sich stets zu unbelebten Dingen hingezogen. Ein Wendepunkt ereignete sich 2020, als sie den Film Jumbo sah, der eine ähnliche Verbindung zwischen einer Frau und einem Fahrgeschäft thematisiert.
Eine Medium hatte Ram bereits 2015 vorausgesagt, sie werde eines Tages die Liebe in einem leblosen Objekt finden. Dieser Moment kam, als sie zum ersten Mal auf die Straßenbahn Nr. 3013 traf. Sie beschrieb eine sofortige Verbindung, die sich zu dem entwickelte, was sie heute als eine innige Beziehung bezeichnet.
Trotz weitverbreiteter Verwirrung über ihre Gefühle besteht Ram darauf, dass diese völlig natürlich seien. Die diesjährige Trauungszeremonie markierte die offizielle Anerkennung ihres Bündnisses mit der Straßenbahn.
Die Hochzeit zwischen Sandra Ram und der Straßenbahn Nr. 3013 hat die Aufmerksamkeit auf die Objektophilie gelenkt. Die Genehmigung des Depots ermöglichte die Zeremonie ohne rechtliche Hürden. Ram setzt sich weiterhin für die Akzeptanz ihrer Beziehung ein, die sie als genauso real erlebt wie jede andere.






