Flexo-Bus in Salzgitter droht das Aus – Schülerinnen kämpfen um Rettung des On-Demand-Systems
Lina FuchsFlexo-Bus in Salzgitter droht das Aus – Schülerinnen kämpfen um Rettung des On-Demand-Systems
Die Zukunft des On-Demand-Bussystems Flexo in Salzgitter bleibt ungewiss, da die aktuelle Finanzierung demnächst ausläuft. Der Service, der Gebiete wie Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt bedient, wird Ende 2026 eingestellt – es sei denn, die Kommunen springen ein. Unterdessen haben Studierende und Anwohner damit begonnen, sich für den Erhalt der Busverbindungen über das nächste Jahr hinaus einzusetzen.
Flexo war zunächst mit finanzieller Unterstützung des Regionalverbands Braunschweig eingeführt worden, der seit dem Start 50 Prozent der Kosten getragen hat. Diese Förderung läuft jedoch Ende 2026 aus. Danach liegt die vollständige Finanzierungsverantwortung bei den betroffenen Gemeinden.
Einige Regionen haben ihre Verkehrsanbindung bereits gesichert: Der Landkreis Gifhorn und Baddeckenstedt haben langfristige Verkehrsverträge unterzeichnet, die den Flexo-Betrieb bis 2033 bzw. 2031 garantieren. Für andere Gebiete hängt die Entscheidung nun von den lokalen politischen Verantwortlichen ab.
Angesichts der Unsicherheit hat die 19-jährige Schülerin Ece Hickorkmaz die Initiative ergriffen. Sie ist auf Flexo für ihre anstehende Berufsausbildung angewiesen und fürchtet den Wegfall des Services. Eine weitere Aktivistin, Esila Isbir, startete eine Online-Petition zur Rettung von Flexo, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften sammelte.
Die Studierenden haben zudem Unterstützung bei wichtigen Akteuren gesucht: Sie wandten sich an den Betriebsrat der KVG, verteilten Flyer und sprachen mit lokalen Politikern, darunter Christian Striese, Bürgermeister des Salzgitteraner Stadtteils Nordost. Ihr Ziel ist es, vor Ablauf der Förderfrist eine Lösung zu erzwingen.
Ohne neue Finanzierung wird Flexo in Salzgitter und den umliegenden Gebieten Ende 2026 eingestellt. Ob der Service weiterläuft, hängt nun davon ab, ob die Kommunen bereit sind, die Kosten zu übernehmen. Die Aktivisten erhöhen weiter den Druck, um eine Entscheidung vor dem Fristende zu erreichen.






