Finanzkrise im Nahverkehr: Drohen massive Streichungen bei Bus und Bahn?
Lina FuchsFinanzkrise im Nahverkehr: Drohen massive Streichungen bei Bus und Bahn?
Deutschlands regionale Verkehrsnetze stehen vor einer Finanzkrise – Kürzungen drohen
Die regionalen Verkehrsverbünde in Deutschland sehen sich mit einer dramatischen Finanzlücke konfrontiert, die zu massiven Einschränkungen im Nahverkehr führen könnte. Behörden warnen: Ohne zusätzliche Mittel müssten Bus- und Bahnlinien gestrichen werden. Die prekäre Lage hat bei Landesvertretern und Verkehrsverbänden Forderungen nach sofortigem Handeln ausgelöst.
Aktuell erhalten die 16 Bundesländer jährlich rund 12 Milliarden Euro aus dem Regionalisierungsfonds. Zwar steigen diese Zuweisungen jährlich um drei Prozent – doch nach Angaben der Verkehrsunternehmen reicht das längst nicht mehr aus. Durch explodierende Kosten können die bestehenden Haushalte den aktuellen Serviceumfang nicht mehr aufrechterhalten.
Um Kürzungen abzuwenden, benötigen die Länder bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro. Das Geld soll über höhere Regionalisierungsmittel fließen und sicherstellen, dass weder Züge noch Busse eingespart werden müssen. Die Verkehrsministerkonferenz hat nun eine Resolution verabschiedet, in der sie den Bund zu finanzieller Unterstützung auffordert.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat auf die Forderung bisher nicht konkret reagiert. Er verwies auf enge zeitliche Vorgaben für eine Entscheidung – die Finanzlücke bleibt damit vorerst ungelöst.
Die geforderten 14 Milliarden Euro sollen dazu dienen, das aktuelle Angebot aufrechtzuerhalten. Ohne diese Mittel könnten Verkehrsbetriebe bundesweit Strecken reduzieren oder ganz streichen. Die nächsten Schritte der Bundesregierung werden zeigen, ob die Finanznot rechtzeitig behoben wird.






