08 May 2026, 02:01

FC St. Pauli schafft Fußball-Historie mit erstem Tarifvertrag der Bundesliga

Eine Gruppe von Männern in grünen T-Shirts steht auf einem Fussballfeld mit einem Ball vor ihnen, einige in Hockstellung, in der Nähe eines Torpfostens mit Gebäuden und Bäumen im Hintergrund.

FC St. Pauli schafft Fußball-Historie mit erstem Tarifvertrag der Bundesliga

FC St. Pauli ist der erste Verein der Bundesliga mit eigenem Tarifvertrag

Der FC St. Pauli hat als erster Verein in der deutschen Bundesliga einen hauseigenen Tarifvertrag eingeführt. Die am 6. Mai 2026 unterzeichnete Vereinbarung markiert einen bedeutenden Wandel in der Art und Weise, wie der Klub die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung seiner Mitarbeiter regelt.

Der Prozess begann bereits 2021, als Vereinsmitglieder einen entsprechenden Antrag einbrachten. Nach Jahren der Verhandlungen wurde die endgültige Einigung Anfang dieses Monats erzielt. Der Vertrag gilt bis zum 30. Juni 2028, wobei die neuen Grundgehälter rückwirkend zum 1. Juli 2025 gelten.

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Der Tarifvertrag umfasst Mitarbeiter des Vereins sowie der zugehörigen Unternehmen, darunter Marketing und Merchandising. Erstmals werden damit standardisierte Gehaltsstufen und Entgeltgruppen eingeführt. Beschäftigte, die der Gewerkschaft Verdi angehören, sind automatisch eingeschlossen, während andere die Möglichkeit haben, sich freiwillig zu beteiligen.

Allerdings gilt die Vereinbarung nicht für alle. Führungsmitarbeiter, die Profi-Fußballabteilung, die Jugendakademie und das E-Sport-Team sind von den neuen Regelungen ausgenommen. Gleichzeitig sieht der Vertrag verbesserte Arbeitsbedingungen und soziale Leistungen für die betroffenen Beschäftigten vor.

Der Tarifvertrag setzt neue Maßstäbe für Arbeitnehmerrechte im deutschen Fußball. Der Schritt des FC St. Pauli könnte andere Vereine dazu anregen, künftig Löhne und Arbeitsbedingungen ähnlich zu gestalten. Die Vereinbarung bleibt bis Mitte 2028 in Kraft und bietet den Mitarbeitern damit langfristige Planungssicherheit.

Quelle