17 March 2026, 01:09

ExxonMobil kehrt in Deutschland zu Tarifverträgen zurück – Löhne steigen um 2,4 Prozent

Das Logo der Berlin Finance Initiative zeigt einen blauen Kreis mit einer weißen Umrandung und einem weißen 'B' in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit einem blau-weißen Karomuster, alles vor einem weißen Hintergrund mit den Worten 'Berlin Finance Initiative' in fetter schwarzer Schrift.

ExxonMobil-Mitarbeiter in Deutschland arbeiten wieder nach Tarifverträgen - ExxonMobil kehrt in Deutschland zu Tarifverträgen zurück – Löhne steigen um 2,4 Prozent

Die Belegschaft von ExxonMobil in Deutschland ist nun durch neue Tarifverträge abgedeckt. Die Einigung mit der Gewerkschaft IG BCE folgt auf die Entscheidung des Unternehmens im vergangenen Jahr, alle bisherigen Verträge zu kündigen. Von den Änderungen profitieren rund 800 Mitarbeiter.

Der Vertrag wurde am Donnerstag finalisiert und stellt die Tarifbindung für die Beschäftigten wieder her. Laut den neuen Regelungen erhalten die Angestellten ab Februar eine Lohnerhöhung von 2,4 Prozent.

ExxonMobil ist in Deutschland mit Standorten in Hannover und Hamburg vertreten, wo administrative Aufgaben koordiniert werden. Die wichtigsten Produktionsstätten des Konzerns befinden sich in Großenkneten und Dötlingen; weitere Öl- und Gasanlagen gibt es im Land laut Angaben nicht.

Die Vereinbarung markiert einen Kurswechsel, nachdem ExxonMobil 2023 sämtliche Tarifverträge aufgekündigt hatte. Die Beschäftigten an den beiden Produktionsstandorten sowie das Verwaltungspersonal verfügen nun über aktualisierte Verträge. Die Gehaltserhöhung und die erneuerten Schutzklauseln treten sofort in Kraft.

AKTUALISIERUNG

ExxonMobil-Aktien sinken um 0,53% nach neuem Tarifabschluss in Deutschland

Die Börse hat schnell auf den neuen Tarifabschluss von ExxonMobil reagiert. An der NYSE fielen die Aktien um 0,53% auf $149,13, während Investoren die Lohnerhöhung und die erneuten Gewerkschaftsbindungen verarbeiten. Dies ist die erste finanzielle Reaktion auf die Rückkehr des Unternehmens zur Tarifbindung seit 2023.