23 March 2026, 02:02

Erdrutschsieg der Freien Wähler: CSU verliert Landkreis Miesbach nach Jahrzehnten

Karte von Deutschland mit roten und blauen Provinzen, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Erdrutschsieg der Freien Wähler: CSU verliert Landkreis Miesbach nach Jahrzehnten

Im Landkreis Miesbach steht ein neuer Landrat fest – und damit das Ende der CSU-Ära. Jens Zangenfeind von den Freien Wählern (FWG) errang bei der Stichwahl am 22. März 2026 einen Erdrutschsieg mit 78 Prozent der Stimmen. Sein triumphaler Wahlausgang krönt einen jahrelangen Machtwechsel zwischen CSU, Grünen und nun der FWG in der Region.

Der Wahlkampf begann mit einer ersten Runde, in der Zangenfeind mit 45,3 Prozent der Stimmen führte. Franz Schnitzenbaumer (CSU) erreichte Platz zwei mit 25,6 Prozent, während Thomas Tomaschek von den Grünen auf 12,2 Prozent kam. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erzielte, kam es zur Stichwahl zwischen den beiden Spitzenreitern.

Im entscheidenden zweiten Wahlgang setzte sich Zangenfeind mit 78 zu 22 Prozent klar gegen Schnitzenbaumer durch. Damit endet die jüngste Vorherrschaft der CSU im Landkreis, der seit 2018 von Olaf von Löwis regiert wurde. Von Löwis, der seinerseits den Grünen-Politiker Wolfgang Rzehak abgelöst hatte, trat nicht erneut an.

Beide Stichwahlkandidaten brachten Erfahrung als Bürgermeister mit: Zangenfeind stand zuvor der Gemeinde Hausham vor, Schnitzenbaumer führte die Amtsgeschäfte in Schliersee. Der deutliche Wahlerfolg markiert einen klaren Wandel in den lokalen politischen Präferenzen.

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Mit Zangenfeinds Sieg übernimmt erstmals die Freie Wählergruppe die Führung im Landkreis Miesbach. Das Ergebnis spiegelt einen tiefgreifenden Bruch mit der langjährigen CSU-Dominanz in der Region wider. Der neu gewählte Landrat tritt sein Amt nun mit einem klaren Wählerauftrag an.

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