09 May 2026, 18:02

Energiekrise zwingt Zoos und Wildparks zu radikalen Sparmaßnahmen und Öko-Investitionen

Zwei Tiere grasen in einem bewaldeten Gebiet mit einem Solarpanel auf einem Pfahl rechts, trockenes Laub und Gras bedecken den Boden, Bäume im Hintergrund.

Energiekrise zwingt Zoos und Wildparks zu radikalen Sparmaßnahmen und Öko-Investitionen

Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks in der gesamten Region schwer zu. Einige Einrichtungen mussten bereits Tiere abgeben, um Kosten zu sparen, während andere auf erneuerbare Energien setzen, um die finanzielle Belastung zu verringern.

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Der Zoo Braunschweig verstärkt seine Bemühungen im Bereich grüner Energie, um die explodierenden Rechnungen in den Griff zu bekommen. Die Anlage betreibt bereits eine 80-kW-Solaranlage sowie kleinere Photovoltaik-Einheiten für den Eigenbedarf. Nun plant sie, weitere 12 kW Solarleistung hinzuzufügen und ein 10-kW-Batteriespeichersystem zu installieren, um überschüssigen Strom zu speichern.

Zusätzlich nutzt der Zoo ein Blockheizkraftwerk, einen Holzvergaser und einen Pelletkessel zur Beheizung. Trotz der finanziellen Belastung schließen die Verantwortlichen aus, Tiere abzugeben oder den Tierbestand zu reduzieren.

Im Wildpark Essehof machen die Energiekosten 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben aus. Anders als einige kämpfende Einrichtungen plant der Park nicht, Tiere zu verkaufen. Der Wildpark Stoeckheim hingegen verzeichnet geringere Energiekosten – die Rechnungen belaufen sich hier nur auf 2,5 Prozent des Budgets.

Das Artenschutzzentrum Grasleben geht einen anderen Weg und hat Photovoltaikmodule installiert. Damit soll der hohe Energiebedarf von Arten gedeckt werden, die warme Gehege benötigen.

Die Zoos und Wildparks reagieren unterschiedlich auf die Energiekrise: Manche investieren in erneuerbare Energien, andere stehen vor schwierigen Entscheidungen in der Tierhaltung. Die ergriffenen Maßnahmen werden langfristig darüber entscheiden, wie diese Einrichtungen ihre Kosten bewältigen.

Quelle