Emmendingen diskutiert die Zukunft der Archive zwischen Digitalisierung und Kulturgut
Moritz HartmannEmmendingen diskutiert die Zukunft der Archive zwischen Digitalisierung und Kulturgut
Landeskonferenz zu Archiven in Emmendingen: Digitaler Wandel und kulturelles Erbe im Fokus
Am 23. April 2026 fand in Emmendingen eine landesweite Fachtagung zu Archiven statt. Expertinnen und Experten aus ganz Baden-Württemberg trafen sich, um über neue rechtliche Rahmenbedingungen, digitale Fortschritte und den Schutz von Kulturgut zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Frage, wie moderne Archive sich von bloßen Dokumentenspeichern zu aktiven Wissensplattformen entwickeln.
Veranstaltet wurde die Konferenz von der Arbeitsgemeinschaft Archive im Gemeindetag Baden-Württemberg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erörterten, wie Archive heute als offene, digitale Dienstleister fungieren und historisches Material der Öffentlichkeit zugänglicher machen.
Ein Höhepunkt war die Vorstellung des Deutschen Tagebucharchivs, das seinen Sitz in Emmendingen hat. Die Gäste erhielten zudem die Möglichkeit, die Einrichtung bei einer Führung kennenzulernen und sich vor Ort über ihre Arbeit zu informieren.
Innovative Projekte standen im Rampenlicht – darunter ein virtuelles Stadtmuseum in Winnenden und ein KI-gestützter Chatbot aus Ulm. Diese Beispiele zeigten, wie Technologie die Nutzung von Archivbeständen revolutioniert und neue Zugänge zu historischen Quellen schafft.
Die Tagung unterstrich die Rolle von Archiven als lebendige Institutionen, die weit mehr sind als reine Aufbewahrungsorte. Neue Gesetzesgrundlagen und digitale Lösungen prägten die Debatten und spiegelten den anhaltenden Wandel in der Branche wider. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit einem klareren Bild davon, wie Archive die Öffentlichkeit auf moderne Weise einbinden können.






