Elon Musks AfD-Nähe lässt Tesla-Verkäufe in Deutschland einbrechen – außer in Hochburgen
Emma KrügerElon Musks AfD-Nähe lässt Tesla-Verkäufe in Deutschland einbrechen – außer in Hochburgen
Eine neue Studie der Universität Innsbruck zeigt, dass die politischen Ansichten von Elon Musk direkte Auswirkungen auf die Tesla-Verkäufe in Deutschland haben. Forscher fanden heraus, dass seine öffentliche Unterstützung für die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) zu einem deutlichen Rückgang der Käufe führte – mit Ausnahme von Regionen, in denen die Partei besonders stark ist.
Laut der Studie verlor Tesla allein im ersten Halbjahr 2025 mindestens 6.500 Verkäufe aufgrund von Musks AfD-Bekundung. Die monatlichen Neuzulassungen sanken von durchschnittlich 2.990 im Jahr 2024 auf etwa 1.210 im Jahr 2025. In Städten mit hoher AfD-Unterstützung, wie etwa Halle, kehrte sich der Trend jedoch um: Dort stiegen die Tesla-Neuzulassungen von vier Anfang 2024 auf 20 im gleichen Zeitraum 2025 – ein Anstieg um 400 Prozent.
Die Untersuchung betont zudem, dass teure Konsumgüter wie Autos oft mit politischer Identität verknüpft sind. Dieser Effekt beschränkte sich jedoch auf neue Tesla-Modelle; auf dem Gebrauchtwagenmarkt waren keine spürbaren Veränderungen zu erkennen.
Teslas Absatz in Deutschland spaltet sich damit entlang politischer Linien. Während die Marke in den meisten Regionen Verluste verzeichnete, verzeichneten Gebiete mit starker AfD-Anhängerschaft einen deutlichen Kaufanstieg. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass prominente politische Stellungnahmen das Konsumverhalten auf sichtbare Weise prägen können.






