01 May 2026, 14:07

Einkommenskluft wächst: Spitzenverdiener profitieren – Arbeitnehmer bleiben zurück

Eine Liniendiagramm, das den Anteil des Einkommens zeigt, der von den Top 1 Prozent von 1975 bis 2015 verdient wurde, mit verschiedenen farbigen Linien, die unterschiedliche Datenserien darstellen.

Einkommenskluft wächst: Spitzenverdiener profitieren – Arbeitnehmer bleiben zurück

Die weltweite Ungleichheit nimmt weiter zu, da sich die Kluft zwischen Spitzenverdienern und normalen Arbeitnehmern vergrößert. Ein neuer Bericht zeigt eklatante Unterschiede bei den Einkommen: Während Führungskräfte massive Gehaltssteigerungen erhalten, liegen die Durchschnittseinkommen weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie. Gleichzeitig verschärfen Warnungen vor wachsender Armut die Dringlichkeit für stärkere Wirtschaftsreformen.

Das durchschnittliche inflationsbereinigte Einkommen von Arbeitnehmern weltweit betrug 2025 etwa 17.156 US-Dollar – ein Anstieg von nur 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt es immer noch 12 % unter dem Wert von 2019 und zeigt eine langsame Erholung von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Auch die Fortschritte bei der Bekämpfung der Arbeitsarmut sind ins Stocken geraten: Seit 2020 sinkt sie jährlich nur um 3 % – weniger als die Hälfte des Rückgangs von 7 % pro Jahr, der zwischen 2000 und 2019 verzeichnet wurde.

Im krassen Gegensatz dazu sind die Gehälter von Führungskräften explodiert. Die 1.500 bestbezahlten Konzernchefs verdienten 2025 im Schnitt 8,4 Millionen US-Dollar – ein Plus von 11 % gegenüber 2024 und ein Anstieg von 54 % seit 2019. Angesichts dieser Disparität fordert Oxfam nun Maßnahmen: Regierungen sollen Steuern für Superreiche einführen sowie strengere Regeln für Lobbyismus und die Finanzierung von Wahlkämpfen erlassen.

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Die Krise am Golf bedroht die wirtschaftliche Stabilität zusätzlich. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) warnt, dass im schlimmsten Fall weitere 32 Millionen Menschen in Armut abrutschen könnten. Oxfam reagiert darauf mit dem Appell an konkrete, zeitlich gebundene Pläne zur Bekämpfung der Ungleichheit – inklusive messbarer Ziele und regelmäßiger Fortschrittsüberprüfungen.

Während die Gehälter der Elite stark steigen und die Durchschnittseinkommen stagnieren, vertieft sich die wirtschaftliche Spaltung. Die Gefahr, dass Millionen weitere Menschen in Armut geraten, erhöht den Druck auf die Politik, Reformen umzusetzen. Oxfams Vorschläge – gezielte Besteuerung, schärfere Lobbyregeln und transparente Wahlkampffinanzierung – zielen darauf ab, das Ungleichgewicht zu verringern, bevor es sich weiter verschärft.

Quelle