DUH fordert Tempolimit und autofreie Sonntage für weniger Spritverbrauch
Moritz HartmannDUH fordert Tempolimit und autofreie Sonntage für weniger Spritverbrauch
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat neue Maßnahmen vorgeschlagen, um den Kraftstoffverbrauch in ganz Deutschland zu senken. Dazu gehören strengere Tempolimits und gelegentliche autofreie Sonntage. Nach Ansicht der Verkehrsexpertin Dorothee Saar könnten diese Schritte sowohl ökologische als auch soziale Vorteile bringen.
Die DUH fordert ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen. Schätzungen der Organisation zufolge ließen sich dadurch jährlich bis zu 4,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel einsparen. Saar betont, dass solche Beschränkungen schnell umsetzbar wären, kaum Kosten verursachen und langwierige Diskussionen über Ausnahmen vermeiden würden.
Zusätzlich schlägt die DUH die Einführung autofreier Sonntage vor. Zwar würde dies den Gesamtkraftstoffverbrauch nur geringfügig reduzieren, doch Saar sieht darin eine Chance, den öffentlichen Raum neu zu gestalten. Sie beschreibt diese Tage als Möglichkeit, Straßen auf eine andere Art zu erleben – frei vom Verkehr.
Trotz des Reizes autofreier Tage bleibt das Hauptanliegen der DUH ein flächendeckendes Tempolimit. Die Organisation betrachtet dies als die praktikabelste Lösung für eine sofortige Verbrauchsreduzierung.
Die Vorschläge zielen darauf ab, den Kraftstoffverbrauch in Deutschland durch einfache, durchsetzbare Regeln zu verringern. Ein Tempolimit würde die Emissionen senken, ohne hohe Kosten oder Verzögerungen zu verursachen. Gleichzeitig könnten autofreie Sonntage das Zusammenleben in städtischen Räumen verändern – auch wenn ihr Effekt auf den Kraftstoffverbrauch begrenzt bliebe.






